TerryTrilla

Quintenzirkel

Der Quintenzirkel ordnet alle zwölf Dur- und Moll-Tonarten im Abstand einer Quinte an. Im Uhrzeigersinn kommt bei jedem Schritt ein Kreuz dazu, gegen den Uhrzeigersinn ein b — deshalb liest man an ihm sofort ab, welche Vorzeichen eine Tonart hat und welche Tonarten miteinander verwandt sind.

Hier ist er nicht als Bild, sondern zum Anfassen: Tonart anklicken, Vorzeichen am Notensystem sehen, die Akkorde der Tonart hören und den Zirkel als PDF ausdrucken.

Wie der Quintenzirkel funktioniert

Ausgangspunkt ist C-Dur ohne Vorzeichen. Ein Schritt im Uhrzeigersinn führt zu G-Dur mit einem Kreuz, der nächste zu D-Dur mit zweien, weiter über A-, E- und H-Dur bis Fis-Dur. Gegen den Uhrzeigersinn erscheinen die b-Tonarten: F-Dur, B-Dur, Es-Dur, As-Dur, Des-Dur und Ges-Dur.

Nach zwölf Schritten ist man wieder am Anfang — daher der Zirkel. Benachbarte Tonarten unterscheiden sich um genau ein Vorzeichen und teilen deshalb fast alle Töne.

Gegen den Uhrzeigersinn gelesen wird derselbe Zirkel zum Quartenzirkel. In dieser Richtung bewegen sich die gebräuchlichsten Kadenzen, vom ii–V–I an.

Vorzeichen: welche Tonart hat wie viele?

Die Kreuze erscheinen immer in derselben Reihenfolge: fis, cis, gis, dis, ais, eis, his. Die b-Vorzeichen genau umgekehrt: b, es, as, des, ges, ces, fes. Die Position im Zirkel ist ihre Anzahl.

Zu jeder Dur-Tonart steht die parallele Moll-Tonart mit genau denselben Vorzeichen, eine kleine Terz tiefer: C-Dur und a-Moll teilen sich das leere Notensystem, G-Dur und e-Moll das eine Kreuz, F-Dur und d-Moll das eine b.

Klick eine Tonart an, und das Notensystem daneben zeigt die Vorzeichen so, wie sie am Schlüssel wirklich stehen — mitsamt der Tonleiter in Noten.

Wozu man den Quintenzirkel wirklich braucht

Der Zirkel ist kein Lernstoff zum Auswendiglernen, sondern ein Werkzeug: Die drei Dur-Akkorde einer Tonart stehen direkt nebeneinander, die drei zugehörigen Moll-Akkorde darunter. Daraus ergeben sich die gebräuchlichsten Akkordfolgen fast von selbst.

Benachbarte Tonarten sind genau die, in die sich eine Modulation am leichtesten führen lässt. Beides ist hier eingebaut: Akkorde der Tonart, typische Kadenzen und der Akkord, über den der Wechsel in die Nachbartonart läuft.

Für Gitarre und Klavier gilt derselbe Zirkel — er beschreibt Tonarten, nicht Griffe. An der Gitarre zeigt er, welche Tonarten offen bequem liegen und wohin der Kapodaster führt; am Klavier entspricht er direkt der Zahl der schwarzen Tasten.

Merksätze für den Quintenzirkel

Die Reihenfolge der Kreuz-Tonarten — G, D, A, E, H, Fis, Cis — merkt man sich mit dem bekanntesten deutschen Merksatz: „Geh Du Alter Esel, Hole Fische, Cis.“

Für die b-Tonarten geht es in die andere Richtung — F, B, Es, As, Des, Ges: „Frische Brötchen Essen Asse Des Gesanges.“

Beide Sätze beschreiben denselben Zirkel, nur in entgegengesetzter Richtung gelesen. Wer den Zusammenhang einmal am drehbaren Zirkel gesehen hat, braucht die Sätze meist nur noch zur Kontrolle.

Für Moll ist kein eigener Merksatz nötig: Die parallele Moll-Tonart liegt eine kleine Terz tiefer und hat dieselben Vorzeichen wie ihre Dur-Tonart. Es ist derselbe Zirkel, innen abgelesen.

Quintenzirkel als PDF ausdrucken

Der Zirkel lässt sich in der aktuellen Ansicht als PNG oder SVG speichern — mit oder ohne Beschriftungen. Für den Unterricht lohnen sich zwei Fassungen: einmal leer zum Selbstausfüllen, einmal vollständig als Kontrolle.

Häufige Fragen