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Gitarrenakkorde und Klavierakkorde

Entdecken Sie unsere umfassende Sammlung von 74 Akkorden. Von einfachen Dreiklängen bis hin zu komplexen Jazz-Voicings.

24 von 74 Akkorden angezeigt

Ein Akkord sind drei oder mehr Töne, die zugleich klingen — und diese Seite ist der Ort, an dem man den gesuchten findet. Gitarrenakkorde und Klavierakkorde stehen hier unter demselben Namen nebeneinander. Vierundsiebzig Akkorde sind vollständig beschrieben: aus welchen Tönen sie gebaut sind, wie sie auf der Gitarre gegriffen und auf der Klaviatur gelegt werden, in welchen Wendungen sie am Platz sind. Sortiert sind sie nicht alphabetisch, sondern in acht Gruppen, und der Grund ist einfach: kaum jemand kommt hierher und kennt den genauen Namen. Man kommt mit einem Klang im Ohr, mit einer Griffform oder mit Tönen, die zu etwas zusammengesetzt werden wollen.

Was ein Akkord ist — und was er nicht ist

Drei gleichzeitig klingende Töne sind noch kein Akkord im musikalischen Sinn, sondern erst einmal ein Zusammenklang. Zum Akkord wird er dadurch, dass sich die Töne auf einen Grundton beziehen lassen und dass dieser Bezug hörbar ist. Deshalb hat ein Akkord einen Namen und ein zufälliger Tastencluster keinen.

Der Bauplan des abendländischen Akkords ist die Terzschichtung: vom Grundton eine Terz hinauf, von dort wieder eine Terz. Drei Töne ergeben den Dreiklang, ein vierter den Septakkord, weitere die erweiterten Akkorde. Fast alles in diesem Katalog ist eine Variante dieses einen Gedankens — und die Gruppen, die ihn verlassen, sind gerade deshalb interessant.

Von der Tonart unterscheidet sich der Akkord durch die Zeit. Ein Akkord ist ein Augenblick, eine Tonart ist ein Zusammenhang über viele Takte. Derselbe Akkord kann in zwei Tonarten vollkommen verschiedene Aufgaben haben, und genau davon handelt der Unterschied zwischen dem Namen eines Akkords und seiner Stufe.

Ein Akkorddiagramm lesen

Ein Gitarrendiagramm ist der Hals von vorn gesehen: sechs senkrechte Linien sind die Saiten, die dickste links; die waagerechten sind Bünde. Ein Punkt heißt, diese Saite in diesem Bund zu greifen. Über dem Diagramm stehen zwei Zeichen, und das zweite wird am häufigsten übersehen: ein Kreis bedeutet leer angeschlagen, ein Kreuz bedeutet gar nicht angeschlagen.

Das übergangene Kreuz ist der häufigste Grund dafür, dass ein sauber gegriffener Akkord trotzdem trüb klingt. Die überzählige leere Saite liegt fast immer einen Halbton neben einem Ton, der ohnehin schon klingt, und genau das hört das Ohr als Schmutz.

Ein Klaviaturdiagramm ist einfacher gebaut: es markiert die zu drückenden Tasten. Es trägt weniger Information als das Gitarrendiagramm, denn auf dem Klavier gibt es jede Tonhöhe genau einmal, auf der Gitarre mehrfach. Dafür zeigt die Klaviatur den Bau — die Abstände liegen sichtbar vor einem, und gleich gebaute Akkorde sehen gleich aus.

Mit welchen Gitarrenakkorden man anfängt

Die Frage hinter den meisten ersten Besuchen lautet nicht, was ein Akkord ist, sondern welche Gitarrenakkorde die erste Woche wert sind. Die brauchbare Antwort sind sechs Griffe: e-Moll, a-Moll, D, G, C und E. Auf ihnen liegt ein großer Teil der Lieder in den Tonarten, in denen auf der Gitarre tatsächlich gespielt wird, und alle sechs werden innerhalb der ersten drei Bünde ohne Barré gegriffen.

Die Wand heißt F, und es lohnt zu wissen, warum — statt sie für eine Willensprüfung zu halten. F hat keine Form mit Leersaiten: im Standardgriff legt sich der Zeigefinger quer über alle sechs Saiten, während die übrigen drei Finger den Akkord darüber bauen. Hier hören die meisten auf, die aufhören. Der Weg hindurch führt nicht über Kraft, sondern über die dreisaitige Fassung: die obere Hälfte des Griffs trägt harmonisch und lässt das Stück weiterlaufen, während die Hand nachkommt.

Bei Klavierakkorden liegt der Anfang woanders, denn die Klaviatur verlangt weder Kraft noch Barré: C-, F- und G-Dur sind an einem Abend gelernt, drei weiße Tasten im gleichen Abstand. Die Schwierigkeit kommt später und von anderer Seite — dort, wo die linke Hand Zeit und Harmonie halten muss, während die rechte die Melodie führt.

Einen Akkord aus seinen Tönen bestimmen

Die umgekehrte Frage — Töne hinein, Name heraus — hat eine Eigenschaft, die viele überrascht: die Antwort ist nicht eindeutig. C, E, G und A zusammen sind ein C-Sextakkord. Sie sind ebenso ein A-Moll-Septakkord. Die vier Töne allein entscheiden nicht, welcher Name gilt; es entscheidet der Bass und die Frage, wohin die Musik weitergeht.

Das ist kein Mangel der Benennung. Ein Akkordname behauptet etwas über die Funktion, nicht bloß über den Tonvorrat, und über dieselben Töne lassen sich zwei verschiedene Behauptungen aufstellen. Ein Programm, das darauf einen einzigen Namen ausgibt und keine Alternative nennt, verschweigt den interessanten Teil.

Praktisch geht man so vor: zuerst den tiefsten Ton suchen, dann die übrigen als Abstände darüber lesen. Ergibt das einen vertrauten Namen, stimmt es meistens. Ergibt es etwas Ausgefallenes, lohnt der Versuch, einen anderen Ton als Grundton anzunehmen und zu sehen, ob das Bild gewöhnlich wird.

Acht Gruppen und was sie trennt

Die Gruppen sind keine willkürlichen Fächer. Jede ist durch eine Tatsache des Baus bestimmt: wie viele Töne der Akkord hat, welche Intervalle sich darin schichten, welche Stufe durch eine andere ersetzt wurde.

Dreiklänge sind das dreitönige Fundament, und es gibt genau vier davon. Septakkorde legen einen vierten Ton darauf und bilden den Arbeitswortschatz von Jazz, Soul und fast aller Filmmusik. Erweiterte Akkorde führen die Schichtung über die Septime hinaus zu None, Undezime und Tredezime. Sus-Akkorde nehmen die Terz heraus — jenen Ton, der einen Akkord dur oder moll macht — und setzen den Nachbarton an ihre Stelle, weshalb sie ungelöst klingen. Add-Akkorde fügen einen Ton hinzu, ohne den Unterbau darunter. Alterierte Akkorde erhöhen oder erniedrigen eine Stufe absichtlich, um Spannung zu erzeugen. Powerakkorde gehen auf zwei Töne zurück und bleiben eben deshalb im Verzerrer sauber. Quartakkorde geben die Terz als Baustein ganz auf.

Die Tabelle unten nennt die Größe jeder Gruppe und ihr unterscheidendes Merkmal; jeder Name führt zu einer ausführlichen Darstellung.

Passende Akkorde zu einer Melodie finden

Die dritte Frage ist die schwierigste und wird am häufigsten gestellt, sobald jemand nicht nur nachspielen, sondern selbst etwas setzen will: Eine Melodie ist da, welche Akkorde passen darunter? Ein Nachschlagewerk hilft hier nicht, denn gefragt ist keine Auskunft über einen Akkord, sondern eine Entscheidung über eine Folge von Akkorden.

Eine Melodie schreibt ihre Harmonie nämlich nicht vor, sie schränkt sie nur ein. Derselbe Melodieton lässt sich als Grundton, als Terz oder als Septime deuten, und jede Deutung ergibt einen anderen Akkord und eine andere Farbe. Deshalb gibt es zu einer Melodie nicht die richtige Begleitung, sondern eine Handvoll tragfähiger — und mehrere, die klingen, als wolle die Musik woandershin.

Genau das leistet der Studio-Teil dieser Seite, den der Katalog nicht leisten kann. Er nimmt eine Aufnahme oder eine MIDI-Datei, trennt die Töne, leitet die Harmonie daraus ab und schreibt die Akkorde über die Noten — auch jene, die niemand von sich aus nachgeschlagen hätte.

Häufige Fragen

Wie viele Akkorde muss man wirklich kennen?

Zum Begleiten deutlich weniger, als der Umfang dieses Katalogs nahelegt. Ein großer Teil der Popmusik ruht auf Dur- und Moll-Dreiklängen und Dominantseptakkorden in zwei oder drei Tonarten. Der Rest des Katalogs ist für den Moment da, in dem ein Akkord außerhalb dieses Vorrats auftaucht und man wissen will, was er ist, statt ihn zu überspringen.

Warum trägt derselbe Tonvorrat mehrere Namen?

Weil der Name die Rolle des Akkords beschreibt und nicht allein seinen Inhalt. Dieselben vier Töne sind im einen Zusammenhang ein Sextakkord, im anderen ein Moll-Septakkord; es entscheidet der Bass und die Fortsetzung. Auf der Seite jedes Akkords stehen die Namen, die sein Tonvorrat außerdem tragen kann.

Was bedeutet das Kreuz über einem Gitarrendiagramm?

Dass diese Saite nicht klingen soll. Sie wird entweder mit einem freien Finger abgedämpft oder von der Schlaghand ausgelassen. Sie mitklingen zu lassen, ist der häufigste Grund dafür, dass ein richtig gegriffener Akkord dennoch falsch klingt.

Womit anfangen — Gitarre oder Klavier?

Das Klavier macht den Bau sichtbar: die Abstände liegen offen, und jeder Akkord entsteht nach derselben Regel. Die Gitarre liefert schneller Klang, denn ein Dutzend Griffe deckt viele Lieder ab. Geht es um das Verstehen von Harmonie, ist die Klaviatur der kürzere Weg; geht es darum, noch in diesem Monat Lieder zu spielen, der Hals.

Die acht Gruppen auf einen Blick

GruppeAkkordeWas sie zusammenhält
Dreiklänge4Drei Töne in Terzen. Jeder andere Akkord des Katalogs ist einer dieser vier mit etwas Hinzugefügtem, Weggelassenem oder Verändertem.
Septakkorde12Ein Dreiklang plus Septime. Nur einer von ihnen enthält einen Tritonus, und nur er muss sich auflösen.
Erweiterte Akkorde19Die Terzschichtung über die Septime hinaus. Die Kunst ist die Auswahl dessen, was wegbleibt.
Vorhaltsakkorde10Die Terz durch Sekunde oder Quarte ersetzt, sodass der Akkord nie sagt, ob er Dur oder Moll ist.
Add-Akkorde11Ein Ton zum Dreiklang ohne Septime. Farbe ohne Verpflichtung weiterzugehen.
Alterierte Akkorde10Eine Dominante mit absichtlich erhöhter oder erniedrigter Quinte oder None. Terz und Septime bleiben.
Powerakkorde3Zwei Töne, Grundton und Quinte. Keine Terz — und genau deshalb übersteht er Verzerrung.
Quartakkorde5Aus Quarten oder Quinten statt Terzen gebaut, sodass kein Ton Grundton sein will.

Was sind Akkorde?

Ein Akkord ist eine Gruppe von Tönen, die gleichzeitig erklingen und Harmonie erzeugen. Akkorde sind die Bausteine der harmonischen Struktur in der Musik — sie begleiten Melodien, bestimmen die Stimmung eines Stücks und treiben die musikalische Bewegung durch Akkordfolgen voran. Das Erlernen von Akkorden ist unverzichtbar für Gitarristen, Pianisten, Songwriter und jeden, der verstehen möchte, wie Musik funktioniert. Akkorde werden durch das Schichten von Intervallen über einem Grundton aufgebaut. Die jeweilige Kombination der Intervalle bestimmt die Qualität und Klangfarbe des Akkords: Ein Dur-Akkord klingt hell und stabil, ein Moll-Akkord wirkt dunkler und emotionaler, und ein Dominantseptakkord erzeugt Spannung, die sich natürlich auflösen möchte.

Arten von Akkorden

Akkorde werden nach ihrer Struktur und der Anzahl ihrer Töne kategorisiert. Hier sind die Hauptfamilien der Akkorde in unserer Bibliothek:

Dreiklänge

Die einfachsten und grundlegendsten Akkorde bestehen aus drei Tönen: einem Grundton, einer Terz und einer Quinte. Die vier Grundtypen — Dur, Moll, vermindert und übermäßig — bilden das Fundament aller Akkordharmonik. Offene Dur- und Moll-Dreiklänge auf der Gitarre sind typischerweise die ersten Akkorde, die jeder Musiker lernt.

Septakkorde

Das Hinzufügen eines vierten Tons — der Septime — zu einem Dreiklang erzeugt einen reicheren, farbenfroheren Klang. Dur-Septakkorde (maj7) haben eine warme, kultivierte Qualität. Dominantseptakkorde (7) erzeugen Spannung und Antrieb. Moll-Septakkorde (m7) sind geschmeidig und vielseitig. Verminderte und halbverminderte Septimen fügen dunkle, geheimnisvolle harmonische Farben hinzu.

Erweiterte Akkorde

Diese Akkorde bauen weiter auf, indem Nonen, Undezimen und Tredezimen über die Septime hinzugefügt werden. Erweiterte Akkorde sind unverzichtbar im Jazz, R&B, Neo-Soul und moderner Popmusik. Ein Cmaj9 oder Dm11 kann eine einfache Progression in etwas Anspruchsvolles, Klangvolles und harmonisch Interessantes verwandeln.

Alterierte Akkorde

Alterierte Akkorde verändern die Quinte oder None eines Dominantakkords (erhöhte 5, verminderte 5, erhöhte 9, verminderte 9) und erzeugen intensive chromatische Spannung, die sich dramatisch auflöst. Jazz-Musiker verwenden alterierte Dominantakkorde ausgiebig für ausdrucksvolle harmonische Bewegung über ii-V-I-Verbindungen.

Vorhaltsakkorde

Vorhaltsakkorde (sus2, sus4) ersetzen die Terz durch eine Sekunde oder Quarte und erzeugen einen offenen, mehrdeutigen Klang, der weder Dur noch Moll ist. Sie sind häufig in Rock, Pop und Ambient-Musik anzutreffen und werden oft verwendet, um Bewegung und Spannung zwischen anderen Akkorden in einer Folge zu erzeugen.

Powerakkorde

Bestehend aus nur einem Grundton und einer Quinte ohne Terz, sind Powerakkorde weder Dur noch Moll. Sie sind das Rückgrat des Rock-, Punk- und Metal-Gitarrenspiels und liefern einen kraftvollen, direkten Klang, der sich durch Verzerrung und High-Gain-Verstärkereinstellungen durchsetzt.

Akkorde effektiv lernen

Beginnen Sie mit den gängigsten offenen Gitarrenakkorden — C, G, D, E, A, Am, Em, Dm — oder grundlegenden Dreiklängen in allen Umkehrungen am Klavier. Üben Sie flüssige Übergänge zwischen Akkorden, bevor Sie Komplexität hinzufügen. Lernen Sie Akkordfamilien innerhalb von Tonarten, um zu verstehen, welche Akkorde natürlich zusammengehören. Studieren Sie verschiedene Voicings: Derselbe Akkord kann in vielen Positionen auf dem Griffbrett oder der Tastatur gespielt werden, und jedes Voicing verleiht dem Akkord eine andere Textur. Am wichtigsten ist, mit echten Songs zu üben — wenden Sie Ihr Akkordwissen auf Musik an, die Sie lieben, und analysieren Sie die Progressionen in Ihren Lieblingsstücken.

Akkorde auf TerryTrilla entdecken

Unsere interaktive Akkord-Bibliothek bietet visuelle Diagramme für Gitarre und Klavier für jeden Akkordtyp. Sehen Sie, wie jeder Akkord aus Intervallen aufgebaut ist, hören Sie seinen Klang mit integrierter Audiowiedergabe und entdecken Sie verwandte Voicings und Akkordvarianten. Nutzen Sie das interaktive Griffbrett und die Tastatur, um Akkordformen in allen Positionen und Tonarten zu erkunden. Ob Sie Anfänger sind, der seine ersten offenen Akkorde lernt, oder ein fortgeschrittener Musiker, der Jazz-Voicings studiert — TerryTrilla hilft Ihnen, Akkorde visuell, akustisch und theoretisch zu meistern.

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