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Dominantseptakkord mit sus4

7sus4

Vorhaltsakkorde
4 NotenIntervalle:0 - 5 - 7 - 10

Sus4 + minor 7th

Über Dominantseptakkord mit sus4

Der Dominantseptakkord mit Quartvorhalt ersetzt die Terz durch die Quarte und behält die kleine Septime: über C sind das c, f, g und b, geschrieben C7sus4. Die Spannung ist vorhanden, die Richtung auch — nur die Ankunft ist aufgeschoben, weil die Terz noch fehlt.

Töne und Aufbau

Die Formel lautet 1 – 4 – 5 – b7, in Halbtönen 0 – 5 – 7 – 10. Ohne Terz gibt es keinen Tritonus, und deshalb drängt der Akkord weniger als die gewöhnliche Dominante — er bereitet vor, ohne zu fordern.

Irgendwann löst sich die Quarte in die Terz: C7sus4 gefolgt von C7 ist die natürliche Folge, und in Griffschrift stehen die beiden oft in einem einzigen Takt.

Der Vorhalt vor der Dominante

In der Harmonielehre ist das der klassische Quartvorhalt der Dominante, notiert als Vorhaltsquarte, die abwärts in den Leitton geht. Bei G7sus4 heißt das: c geht nach h, und erst dann steht die Dominante vollständig da.

Diese Verzögerung ist eine der ältesten Wendungen der abendländischen Musik. In Chorälen ist sie eine Stimmführungsfigur, in der Popularmusik ein eigener Akkord — der Klang bleibt derselbe.

Dieselben Töne, anders gelesen

c, f, g und b entsprechen einem B-Dur-Sextakkord über dem Basston c und ebenso einem Gm7 mit c im Bass. Viele Arrangeure denken den Akkord deshalb als versetzten Dreiklang: rechte Hand B-Dur, linke Hand c.

Diese Lesart erleichtert das Spielen erheblich. Statt vier Töne zu konstruieren, greift man einen bekannten Dreiklang über einem fremden Bass — im Gospelklavier und im Bläsersatz die übliche Denkweise.

Stehen bleiben statt auflösen

Ohne Auflösung klingt der Akkord offen und kann Takte füllen. Im modalen Jazz und in moderner Popmusik ist genau das die Verwendung: eine stehende Fläche, die nicht sagt, wohin es geht.

Mit hinzugefügter None wird daraus C9sus4, ein fünftöniger Klang, der fast wie eine Tonleiter im Block klingt. Er eröffnet zahllose Instrumentalstücke, gerade weil er die Tonart noch nicht verrät.

Griffe

Auf der Gitarre gibt x3331x die Töne c, f, b, c. G7sus4 (353533) und D7sus4 (xx0213) sind die offenen Varianten, die aus bekannten Griffen entstehen.

Am Klavier lässt man die Quinte weg und legt Quarte und Septime übereinander. Der Akkord klingt dann klar, und der Weg in die Terz bleibt für den nächsten Schlag frei.

Häufige Fragen

Welche Töne hat C7sus4?

c, f, g und b. Auf der Gitarre x3331x.

Muss er sich in C7 auflösen?

Klassisch ja, über den Quartvorhalt. In moderner Begleitung bleibt er oft über ganze Takte stehen.

Stimmt es, dass er ein Gm7 mit anderem Bass ist?

Die Töne stimmen überein: g, b, d und f mit c im Bass ergeben denselben Klang ohne Quinte. Viele Arrangeure spielen ihn genau so.