Dur-Septakkord mit sus4
maj7sus4
0 - 5 - 7 - 11Sus4 + major 7th
Über Dur-Septakkord mit sus4
Der große Dur-Septakkord mit Quartvorhalt ersetzt die Terz durch die Quarte und behält die große Septime: über C sind das c, f, g und h, geschrieben Cmaj7sus4. Er enthält das schärfste Intervall aller Vorhaltsakkorde — f und h bilden einen Tritonus — und klingt deshalb eher wie zwei übereinandergelegte Akkorde als wie einer.
Töne und Aufbau
Die Formel lautet 1 – 4 – 5 – 7, in Halbtönen 0 – 5 – 7 – 11. Der Tritonus zwischen Quarte und großer Septime unterscheidet ihn von allen anderen sus-Akkorden, die keinen enthalten.
Merkwürdigerweise zieht dieser Tritonus nirgendwohin. Ihm fehlt die kleine Septime, die die Auflösung lenken würde, und übrig bleibt Spannung ohne Richtung — was manche Arrangements genau suchen.
Griffe
Auf der Gitarre gibt x3300x die Töne c, f, g und h. Der Griff ist unbequem zu halten und erscheint meist im Vorübergehen, zwischen zwei stabileren Akkorden.
Am Klavier liest man ihn besser als zwei Blöcke: f und h rechts, c links. Viele Arrangeure denken ihn als G-Dur über dem Bass c, was fast dieselben Töne mit halbem Aufwand ergibt.
Wo er sinnvoll ist
In Instrumentalmusik, Filmmusik und überall dort, wo eine Suspendierung lange dauern soll. Im Lied wirkt er meist deplatziert, weil das Ohr eine Auflösung erwartet, die der Akkord nicht anbietet.
Als Durchgang funktioniert er dagegen: zwischen Cmaj7 und Cmaj9 gesetzt, erzeugt er einen Augenblick Fremdheit, den die folgende Wendung auflöst.
In Griffschriften
Der Major-Septakkord mit Quartvorhalt gehört zu den seltensten Akkorden des Katalogs. Wo er auftaucht, ist er meist die wörtliche Übertragung einer Klavierstimme und keine Entscheidung des Bearbeiters.
Wem das Ergebnis nicht gefällt, hat zwei übliche Auswege: Cmaj9 spielen und die Quarte der Melodie überlassen, oder Gadd9 mit c im Bass greifen — derselbe Klang in anderer Anordnung.
Hinweis zur Bezifferung
Wird der Akkord ausgeschrieben, lohnt die Ergänzung, in welcher Lage er gemeint ist. Ohne Angabe greifen zwei Spieler zwei verschiedene Klänge, weil der Tritonus zwischen Quarte und Septime je nach Abstand sehr unterschiedlich wirkt.
In Partituren steht deshalb oft die ausgeschriebene Stimme statt des Symbols. Das ist hier keine Umständlichkeit, sondern der einzige Weg, das Gemeinte festzuhalten.
Häufige Fragen
Welche Töne hat Cmaj7sus4?
c, f, g und h. Auf der Gitarre x3300x.
Warum klingt er schärfer als andere sus-Akkorde?
Weil Quarte und große Septime einen Tritonus bilden — ein Intervall, das die übrigen sus-Akkorde nicht enthalten.
Was spielt man stattdessen?
Cmaj9 oder Gadd9 mit c im Bass, wenn die Suspendierung ohne Schärfe gemeint ist.