Dur-Akkord mit Add9
add9
0 - 4 - 7 - 14Major + major 9th (no 7th)
Über Dur-Akkord mit Add9
Der Add-9-Akkord ist ein Durdreiklang mit hinzugefügter None und ohne Septime: über C sind das c, e, g und d. Das Wörtchen add sagt genau das — die None kommt hinzu, die Septime bleibt weg —, und dadurch bleibt der Akkord ein Ruheklang mit einer zusätzlichen Farbe.
Töne und Aufbau
Die Formel lautet 1 – 3 – 5 – 9, in Halbtönen 0 – 4 – 7 – 14. Die None ist die Sekunde eine Oktave höher, und diese Oktave ist der ganze Unterschied: direkt neben dem Grundton reibt der Ton, eine Oktave darüber färbt er nur.
Ohne Septime bleibt der Akkord funktional ein Dreiklang. Er verlangt keine Auflösung und kann über mehrere Takte stehen bleiben — anders als jeder Akkord, in dem ein Tritonus steckt.
Der Griff, der den Akkord bekannt gemacht hat
Auf der Gitarre ist Cadd9 als x32033 fast überall zu hören. Der Griff behält die Form von C-Dur bei und legt zwei Finger in den dritten Bund der beiden hohen Saiten — ein billiger Tausch, der den Klang des ganzen Begleitmusters ändert.
In offener Lage kommen Gadd9 (3x0203), Eadd9 (022102) und Aadd9 (x02420) dazu. Alle klingen mit Leersaiten, und genau das macht sie zum Standard für gezupfte Begleitung in Pop und Singer-Songwriter-Musik.
Wozu er dient
Der Add9-Akkord nimmt dem Dreiklang die Schwere, ohne Spannung einzuführen. Die hinzugefügte None verlangt nichts, sie verteilt den Akkord nur über einen größeren Raum — deshalb eignet er sich für Vorspiele und für Stellen, an denen die Stimme noch nicht eingesetzt hat.
Für Arrangements heißt das: Wo die Harmonie stehen bleiben soll, ist add 9 die einfachste Möglichkeit, Leerlauf zu vermeiden. Ein Dominantseptakkord an derselben Stelle würde drängen, ein bloßer Dreiklang würde dünn klingen.
add 9, sus2 und der Nonakkord
Cadd9 hat vier Töne und behält die Terz. Csus2 hat drei, weil das d die Terz ersetzt — ohne Terz ist kein Tongeschlecht bestimmt. Und C9, der Dominantnonakkord, fügt zusätzlich b hinzu und wird damit zum Klang, der weiterzieht.
Im deutschen Sprachraum werden die drei in Griffbildern gern gleich geschrieben, weil dieselbe Gitarrenform mehreres bedeuten kann. Wer nach Gehör entscheidet, hört den Unterschied sofort: die Septime ist der Ton, der Bewegung ankündigt.
Notation
Üblich sind Cadd9 und C(add9), seltener C2. Die Schreibweise C9 sollte man dafür nicht verwenden — sie bezeichnet den Dominantnonakkord mit kleiner Septime, also einen Akkord mit anderer Funktion.
In Songbooks aus dem englischen Sprachraum steht gelegentlich trotzdem C9 für diesen Griff. Im Zweifel entscheidet die Aufnahme: Ist die kleine Septime zu hören, ist es ein Nonakkord; fehlt sie, ist es add 9.
Häufige Fragen
Welche Töne hat Cadd9?
c, e, g und d. Eine Septime kommt nicht vor — das sagt das add.
Wie greift man Cadd9 auf der Gitarre?
x32033: die Form von C-Dur mit zwei Fingern im dritten Bund der hohen Saiten.
Was ist der Unterschied zu Csus2?
Cadd9 behält die Terz und legt das d darüber. Csus2 ersetzt die Terz durch das d und hat kein Tongeschlecht.