Übermäßiger Dur-Septakkord
augMaj7
0 - 4 - 8 - 11Augmented triad + major 7th
Über Übermäßiger Dur-Septakkord
Der übermäßige Akkord mit großer Septime verbindet den übermäßigen Dreiklang mit der großen Septime: über C sind das c, e, gis und h, geschrieben Cmaj7#5. Zwei Töne stehen jeweils einen Halbton neben den gewohnten Stützpunkten, und der Akkord schwebt, ohne dominantisch zu wirken.
Töne und Aufbau
Die Formel lautet 1 – 3 – #5 – 7, in Halbtönen 0 – 4 – 8 – 11. Die erhöhte Quinte liegt einen Halbton unter der Sexte, die große Septime einen Halbton unter der Oktave: Der ganze Akkord besteht aus Tönen, die beinahe woanders angekommen sind.
Ein Tritonus fehlt, und deshalb zieht er nicht wie eine Dominante. Seine Unruhe stammt aus der fehlenden reinen Quinte, nicht aus funktionaler Spannung — ein Unterschied, der die Verwendung völlig verändert.
Woher er stammt
Der übermäßige Major-Septakkord steht auf der dritten Stufe der harmonischen und der melodischen Molltonleiter. In a-Moll harmonisch enthält der Akkord über c ein gis — die erhöhte Leitstufe der Tonart — und wird damit zu Cmaj7#5.
Er ist also leitereigen und nicht entliehen, auch wenn er für Ohren, die nur an Durkadenzen geschult sind, fremd klingt.
Griffe
Auf der Gitarre gibt x-3-2-1-0-x die Töne c, e, gis und h. Der Griff ist kurz und sauber und entsteht aus dem offenen C-Dur, indem die dritte Saite um einen Halbton steigt.
Am Klavier passt er in eine Hand. Die große Septime sollte oben liegen und Abstand halten: dicht neben dem Grundton einer höheren Oktave erzeugt sie einen Schlag, der alles andere übertönt.
Wo er vorkommt
In Stimmführungen in Moll, als Teil einer Abwärtsbewegung über liegendem Bass, und in Filmmusik, die Schwebe ohne Drama sucht. Er ist ein Übergangsakkord seiner Natur nach.
In der Popularmusik erscheint er eher in Arrangements und Klaviervorspielen als in Griffschriften. Der Gitarrist findet ihn meist über die Finger, wenn er einen Ton eines Durakkords anhebt.
Verwechslungsgefahr in der Bezifferung
C+ ohne Zusatz meint den dreitönigen übermäßigen Dreiklang, Cmaj7#5 den viertönigen Akkord mit großer Septime. In älteren Ausgaben steht gelegentlich C+7, und das bezeichnet die Dominante mit erhöhter Quinte, also einen dritten Akkord.
Als Faustregel hilft die Septime: Ist sie klein, ist der Akkord dominantisch; ist sie groß, ist er ein Ruheklang mit erhöhter Quinte; fehlt sie, bleibt der bloße Dreiklang.
Häufige Fragen
Welche Töne hat Cmaj7#5?
c, e, gis und h. Auf der Gitarre x-3-2-1-0-x.
Aus welcher Tonleiter ist er leitereigen?
Aus der dritten Stufe der harmonischen und der melodischen Molltonleiter.
Wirkt er als Dominante?
Nein. Ohne Tritonus fehlt ihm der Zug; seine Unruhe stammt allein von der fehlenden reinen Quinte.