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Septakkorde

Akkorde in dieser Gruppe: 12

Ein Septakkord ist ein Dreiklang mit einem vierten Ton darüber: der Septime über dem Grundton. Dieser eine Ton trennt die schlichte Harmonik von Volkslied und Rock von der des Jazz, des Chansons und der Filmmusik — er fügt Farbe hinzu und in einem Fall einen Zug, den die Musik auflösen muss.

Zwölf, aber vier machen die Arbeit

Der Katalog führt zwölf Septakkorde, und die Zahl ergibt sich aus der Arithmetik: vier Dreiklänge mal drei Septimengrößen ergeben viele Kombinationen. In der Praxis tragen vier fast alles — großer Septakkord (Cmaj7), Mollseptakkord (Cm7), Dominantseptakkord (C7) und halbverminderter (Cm7♭5).

Die übrigen acht sind echte Akkorde mit echtem Nutzen, aber spezialisiert. Der Mollakkord mit großer Septime gehört zu melodisch Moll; der verminderte mit großer Septime lebt in harmonisch Dur und begegnet einem zweimal im Jahr.

Septakkorde bestimmen

Die Aufgabe lautet meist: gegeben sind vier Töne, gesucht ist der Name. Zwei Fragen genügen. Erstens: ist die Terz groß oder klein — Dur oder Moll unten. Zweitens: ist die Septime groß oder klein, also einen Halbton oder einen Ganzton unter der Oktave.

Aus den vier Antwortpaaren fallen die vier gebräuchlichen Typen heraus. Ist zusätzlich die Quinte vermindert, landet man beim halbverminderten; ist auch die Septime vermindert, beim verminderten Septakkord. Mehr Fälle braucht die Bestimmung nicht.

Umkehrungen und ihre Namen

Ein Vierklang hat drei Umkehrungen, und die deutsche Schule gibt ihnen eigene Namen: Quintsextakkord, Terzquartakkord und Sekundakkord. Das ist keine Pedanterie — jede Umkehrung verbindet sich anders mit der Tonika, und der Name sagt sofort, welcher Ton im Bass liegt.

Die Akkordsymbole aus dem Pop teilen das nicht mit. Dort steht bestenfalls ein Schrägstrich mit dem Basston, etwa G7/H. Wer aus beiden Notationen liest, sollte wissen, dass sie dieselbe Sache auf zwei Wegen beschreiben.

Wie man sie greift

Die offenen Formen liegen einen Finger von Akkorden entfernt, die Sie schon spielen. Cmaj7 ist x32000, also das offene C mit einem gehobenen Finger. Am7 ist x02010, Em7 ist 020000, C7 ist x32310. Die Änderung ist jedes Mal kleiner als der Unterschied im Klang.

Weiter oben lernt man sie ohne Quinte. Grundton, Terz und Septime ergeben einen vollständigen Septakkord; die Quinte fügt Gewicht und keine Information hinzu, und ihr Wegfall macht die Hand für Erweiterungen frei.

Woher sie in der Tonart kommen

Schichtet man auf jeder Stufe der Durtonleiter eine Septime, ist die Folge fest: maj7 auf I und IV, m7 auf ii, iii und vi, Dominantseptakkord auf V und halbvermindert auf vii. Jeder Septakkord der tonalen Musik ist einer davon, bis ihn jemand absichtlich alteriert.

Das Paar, auf dem der Jazz steht, ist ii–V–I: Dm7, G7, Cmaj7 in C-Dur. Es ist dieselbe Kadenz, die die klassische Harmonielehre Subdominante, Dominante und Tonika nennt, nur mit vier statt drei Tönen geschrieben.

Häufige Fragen

Was ist ein Septakkord?

Ein Dreiklang plus ein Ton im Abstand einer Septime vom Grundton — insgesamt vier Töne.

Wie bestimme ich einen Septakkord?

Über zwei Fragen: ist die Terz groß oder klein, und ist die Septime groß oder klein. Daraus ergeben sich die vier gebräuchlichen Typen.

Wie heißen die Umkehrungen des Dominantseptakkords?

Quintsextakkord, Terzquartakkord und Sekundakkord — benannt nach den Abständen zum Bass.

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