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Dominantseptakkord

7

Septakkorde
4 NotenIntervalle:0 - 4 - 7 - 10

Major + minor 7th

Über Dominantseptakkord

Der Dominantseptakkord verbindet den Durdreiklang mit der kleinen Septime: über C sind das c, e, g und b, geschrieben C7. In ihm steckt ein Tritonus, und der ist der Motor der tonalen Musik — dieser Akkord bleibt nicht stehen, er verlangt den nächsten.

Töne und Aufbau

Die Formel lautet 1 – 3 – 5 – b7, in Halbtönen 0 – 4 – 7 – 10. Zwischen Terz und Septime liegen sechs Halbtöne: der Tritonus, den die ältere Musik mied und den die Tonalität zum Antrieb gemacht hat.

Zu beachten ist die deutsche Schreibweise: Die Septime von C7 ist b, nicht h. Wer nach englischer Vorlage B greift, spielt den großen Dur-Septakkord und damit einen Ruheklang statt einer Dominante.

Wie er sich auflöst

Die beiden Töne des Tritonus streben in entgegengesetzte Richtungen: Bei G7 geht h nach c und f nach e. Kommen beide an, hört das Ohr Ankunft — jede Kadenz ist diese Mechanik, wiederholt.

Die Auflösung geht in der Regel eine Quinte abwärts. Es gibt Ausweichungen — Trugschluss, Zwischendominante, Tritonusersatz —, aber alle sind als Abweichung von dieser einen Erwartung gebaut und wirken nur, solange die Erwartung besteht.

Die fünfte Stufe

Der Dominantseptakkord entsteht auf der fünften Stufe der Durtonleiter: in C-Dur also G7. Als einziger Septakkord der Leiter verbindet er große Terz mit kleiner Septime, und deshalb erkennt ihn das Ohr ohne Zusammenhang.

Steht ein C7 in einem Stück in C-Dur, ist die Harmonik fast immer zu F unterwegs: C7 ist die Zwischendominante zu F. Das ist der gebräuchlichste Weg, die Tonart kurz zu verlassen und ohne Vorzeichenwechsel zurückzukehren.

Im Blues löst er sich nicht auf

Der Blues setzt Dominantseptakkorde auf alle drei Hauptstufen und löst keinen davon auf: C7, F7 und G7 folgen aufeinander wie Ruheklänge. Nach der Regel dürfte das nicht funktionieren; das gesamte Repertoire sagt das Gegenteil.

Die Erklärung ist, dass die kleine Septime dort keine Spannung ist, sondern Bestandteil der Tonleiter. Dasselbe gilt in Rock und Funk, wo ein Septakkord über viele Takte stehen kann, ohne irgendwohin zu wollen.

Griffe und Praxis

Auf der Gitarre ist C7 offen x32310 und mit Barré x35353. In der Begleitung wird meist die verkürzte Form gespielt: Grundton, Terz, Septime — die Quinte fällt zuerst weg.

Am Klavier übernimmt die linke Hand den Grundton, die rechte greift nur Terz und Septime. Diese zweistimmige Lage ist die Grundlage jeder Jazzbegleitung und lässt Raum für None oder Tredezime darüber.

Häufige Fragen

Welche Töne hat C7?

c, e, g und b — im deutschen Tonsystem also mit b, nicht mit h. Auf der Gitarre x32310.

Warum verlangt C7 eine Fortsetzung?

Wegen des Tritonus zwischen Terz und Septime. Die beiden Töne streben auseinander und erzeugen beim Ankommen den Eindruck von Ankunft.

Wohin löst sich ein Dominantseptakkord auf?

In der Regel eine Quinte abwärts — G7 nach C. Trugschluss und Tritonusersatz sind bewusste Abweichungen davon.