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Dominantseptakkord mit #11

7#11

Alterierte Akkorde
5 NotenIntervalle:0 - 4 - 7 - 10 - 18

Dom7 with augmented 11th (Lydian dominant)

Über Dominantseptakkord mit #11

Die Dominante mit übermäßiger Undezime behält die reine Quinte und fügt das fis hinzu: über C sind das c, e, g, b und fis, geschrieben C7#11. Es ist der Akkord der lydisch-dominanten Tonleiter und im modernen Repertoire die übliche Farbe für Dominanten, die nicht in die Quinte auflösen.

Töne und Aufbau

Die Formel lautet 1 – 3 – 5 – b7 – #11, in Halbtönen 0 – 4 – 7 – 10 – 18. Die erhöhte Undezime verträgt sich mit der großen Terz, weil zwischen beiden ein Ganzton liegt; die reine Undezime täte es nicht.

Die zugehörige Tonleiter ist lydisch-dominant, die vierte Stufe der melodischen Molltonleiter: Dur mit erhöhter Quarte und kleiner Septime. Sie enthält keinen Ton, der vermieden werden müsste.

Unterschied zu C7b5

Beide Symbole bringen denselben alterierten Ton unter verschiedenen Namen: fis und ges klingen gleich. Der Unterschied liegt in der reinen Quinte — C7#11 behält sie, C7b5 ersetzt sie.

Auf der Gitarre verschwindet dieser Unterschied fast immer, weil die Quinte als erste entfällt. Im Bläsersatz mit ausreichend Stimmen ist er hörbar und wird bewusst geschrieben.

Wo er steht

Bei Dominanten, die nicht in die Quinte auflösen: beim Akkord der erniedrigten siebten Stufe, beim Tritonusersatz, bei entlehnten Klängen, die nach kurzer Wendung zurückkehren.

Diese Farbe unterscheidet eine moderne Dominante von einer Bluesdominante, die lieber None oder Tredezime nimmt. Wer in Arrangements zwischen beiden wählt, wählt zwischen zwei Traditionen.

Griffe

Auf der Gitarre lässt man die Quinte weg und greift c, e, b und fis: x-3-2-3-x-2. Wer die Quinte behalten will, muss die Lage wechseln und einen anderen Ton opfern.

Am Klavier gehört das fis über die Terz und möglichst nach oben. Zwischen Terz und Quinte gesetzt, wird es als verminderte Quinte gehört, und die Lesart kippt.

In Bläsersätzen

Sind genug Stimmen vorhanden, klingen reine Quinte und übermäßige Undezime gleichzeitig, und der Akkord bekommt seine volle Farbe. Das ist der Klang, den man mit modernen Arrangements verbindet.

Auf Gitarre und Klavier bleibt davon meist die verkürzte Fassung. Wer den vollen Klang will, braucht mehr als ein Instrument — anders als bei den meisten Akkorden dieses Katalogs.

Häufige Fragen

Welche Töne hat C7#11?

c, e, g, b und fis. Auf der Gitarre entfällt meist die Quinte: x-3-2-3-x-2.

Was ist der Unterschied zu C7b5?

Die reine Quinte. C7#11 behält sie und fügt den alterierten Ton hinzu, C7b5 ersetzt sie.

Welche Tonleiter passt?

Lydisch-dominant, die vierte Stufe der melodischen Molltonleiter.