Dominantseptakkord mit #5 und #9
7#5#9
0 - 4 - 8 - 10 - 15Dom7 with augmented 5th and 9th
Über Dominantseptakkord mit #5 und #9
Die Dominante mit erhöhter Quinte und erhöhter None vereint zwei Alterationen in einem Akkord: über C sind das c, e, gis, b und dis, geschrieben C7#5#9. Auf Gitarre und Klavier ist das die meistgespielte Form der alterierten Dominante — viele kennen den Klang, ohne das Sammelsymbol dafür zu kennen.
Töne und Aufbau
Die Formel lautet 1 – 3 – #5 – b7 – #9, in Halbtönen 0 – 4 – 8 – 10 – 15. Beide Alterationen weisen nach oben, und deshalb wirkt der Akkord trotz vier verschiedener Spannungstöne in sich stimmig.
Die erhöhte None klingt wie die kleine Terz, sodass der Akkord beide Terzen enthält. Zusammen mit der erhöhten Quinte ergibt das eine Dichte, die mit keiner anderen Dominante zu verwechseln ist.
Griffe
Auf der Gitarre ist x-3-2-3-4-4 die Standardform: Grundton, Terz, Septime, erhöhte None und erhöhte Quinte in dieser Reihenfolge von unten. Sie liegt bequem und wandert unverändert über das Griffbrett.
Am Klavier verteilt man: Grundton links, Terz und Septime in der Mitte, Alterationen oben. Die beiden alterierten Töne sollten nicht direkt nebeneinander liegen, sonst klingt der Akkord wie ein Cluster ohne Funktion.
Auflösung
Bevorzugt nach Moll, weil die erhöhte None die Mollfarbe bereits enthält. Vor Durakkorden funktioniert er ebenfalls, mit dramatischerer Wirkung — so wird er in Soul und Funk verwendet.
In der Praxis ist er die häufigste Ausdeutung eines notierten C7alt. Wer das Sammelsymbol liest und diese Form greift, trifft die Normalwahl und nicht eine Vereinfachung.
Im Repertoire
In Jazzarrangements an Wendepunkten, in Soul und Funk als Riff-Akkord, in Filmmusik als Zuspitzung. In deutschsprachigen Liedgriffschriften ist er praktisch nicht notiert.
Auf der siebensaitigen Gitarre und im Bigbandsatz taucht er regelmäßig auf, weil dort Grundton und Alterationen bequem verteilt werden können.
Beim Solieren
Die alterierte Skala passt vollständig, und in ihr liegen beide Alterationen des Akkords. Wer sicherer gehen will, spielt die Molltonleiter eine kleine Sekunde über dem Grundton — sie enthält dasselbe Material in vertrauter Griffordnung.
Wichtig ist der Zielton: Nach der Auflösung muss die Linie in der neuen Tonart ankommen, sonst klingt die Spannung nicht gelöst, sondern abgebrochen.
Häufige Fragen
Welche Töne hat C7#5#9?
c, e, gis, b und dis. Auf der Gitarre x-3-2-3-4-4.
Ist das dasselbe wie C7alt?
Es ist dessen häufigste Ausdeutung, aber nicht die einzige: Das Sammelsymbol lässt andere Kombinationen zu.
Wohin löst er sich am besten auf?
Nach Moll eine Quinte tiefer, weil die erhöhte None die Mollterz der Ankunft vorwegnimmt.