Großer Dur-Septakkord
maj7
0 - 4 - 7 - 11Major + major 7th
Über Großer Dur-Septakkord
Der große Dur-Septakkord ist ein Durdreiklang mit großer Septime darüber: über C sind das c, e, g und h, geschrieben Cmaj7 oder Cj7. Die Septime liegt nur einen Halbton unter dem Grundton der nächsten Oktave, und aus dieser kurzen Reibung entsteht der Glanz, für den der Akkord bekannt ist.
Töne und Aufbau
Die Formel lautet 1 – 3 – 5 – 7, in Halbtönen 0 – 4 – 7 – 11. Über dem Durdreiklang steht die große Septime, also der Ton einen Halbton unterhalb der Oktave — bei C ist das h, nicht b.
Dieser Unterschied ist im Deutschen kein Detail, sondern die häufigste Verwechslung überhaupt: h bezeichnet den Ton, den englischsprachige Quellen B nennen, und b bezeichnet dort b flat. Wer Cmaj7 nach englischer Vorlage greift und dabei b statt h nimmt, spielt einen Dominantseptakkord — einen Akkord mit vollkommen anderer Funktion.
Warum er nicht zieht
Im Dominantseptakkord liegt zwischen Terz und Septime ein Tritonus, und der verlangt Auflösung. Hier fehlt er: zwischen e und h liegt eine reine Quinte. Deshalb ist der große Dur-Septakkord ein Ruheklang, obwohl er vier Töne hat und dissonanter klingt als der bloße Dreiklang.
Ein Halbton entscheidet also darüber, ob der Akkord bleibt oder weiterdrängt. In der ganzen tonalen Harmonik gibt es keine zweite Veränderung, die bei so geringem Aufwand so viel ändert.
Wo er in der Tonart steht
Auf der ersten und der vierten Stufe der Durtonleiter: in C-Dur sind das Cmaj7 und Fmaj7. Beides sind Ruhepunkte, und das Ohr unterscheidet die Tonika von der Subdominante gerade an dieser Doppelung.
In Moll erscheint er auf der dritten und der sechsten Stufe. Ein Stück in a-Moll kann deshalb auf Cmaj7 enden, ohne die Tonart zu verlassen — der Akkord gehört dazu, er ist nur nicht die Tonika.
Auf Gitarre und Klavier
Der offene Gitarrengriff ist x32000: das offene C-Dur, bei dem der Finger von der zweiten Saite genommen wird. Ein Ton weniger greifen und einen anderen Akkord bekommen — deshalb steht er in fast jeder Anfängerschule früh.
Am Klavier übernimmt die linke Hand den Grundton, die rechte legt Terz, Septime und meistens die None darüber. Ohne None kommt der Akkord in Aufnahmen selten vor: die beiden Töne wandern seit den fünfziger Jahren gemeinsam.
In welcher Musik er zu Hause ist
In Jazz, Bossa nova und in allem, was daraus in die Popmusik gewandert ist. Der schlichte Dreiklang klingt daneben nüchtern, fast wie eine Übung — was kein Werturteil ist, sondern eine Frage der Hörgewohnheit.
Im deutschsprachigen Musikunterricht taucht er dagegen spät auf, weil die Stufen- und Funktionslehre zuerst mit Dreiklängen arbeitet. Wer aus dieser Schule kommt, kennt den Klang lange, bevor er den Namen dafür hat.
Häufige Fragen
Welche Töne hat Cmaj7?
c, e, g und h. Auf der Gitarre x32000.
Warum h und nicht b?
Weil im deutschen Tonsystem h den Ton bezeichnet, der englisch B heißt; b ist dort b flat. Mit b entsteht ein Dominantseptakkord.
Was unterscheidet Cmaj7 von C7?
Die Septime. Cmaj7 hat h und ruht; C7 hat b, enthält einen Tritonus und drängt weiter.