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Molldreiklang

m

Dreiklänge
3 NotenIntervalle:0 - 3 - 7

Root + minor 3rd + perfect 5th

Über Molldreiklang

Der Molldreiklang besteht aus Grundton, kleiner Terz und reiner Quinte: über C sind das c, es und g, geschrieben Cm. Vom Durdreiklang trennt ihn ein einziger Ton — dieselbe Grundlage, dieselbe Quinte, eine um einen Halbton tiefere Terz.

Töne und Aufbau

Die Formel lautet 1 – b3 – 5, in Halbtönen 0 – 3 – 7. Zuerst kommt die kleine Terz, dann die große: c nach es, es nach g. In Dur ist die Reihenfolge umgekehrt, und die äußere reine Quinte bleibt in beiden Fällen gleich.

Akustisch entspricht der Molldreiklang etwa dem Verhältnis 10:12:15 — deutlich weniger einfach als das 4:5:6 des Durdreiklangs. Das ist die physikalische Seite dessen, was sonst mit Stimmungsworten beschrieben wird: Er verschmilzt weniger, und das Ohr nimmt als Farbe wahr, was ursprünglich ein Zahlenverhältnis ist.

Drei Molltonleitern, ein Dreiklang

Der Molldreiklang selbst ist in natürlichem, harmonischem und melodischem Moll derselbe — die drei Tonleitern unterscheiden sich erst in der sechsten und siebten Stufe. Der Unterschied betrifft also die Dominante, nicht die Tonika.

Deshalb steht in einem Stück in a-Moll neben Am und Dm regelmäßig ein E7: Der Leitton gis stammt aus harmonisch Moll. Wer das einmal verstanden hat, wundert sich nicht mehr über Vorzeichen, die in der Tonart eigentlich nicht vorkommen.

Wo er in der Tonart steht

In Dur auf der zweiten, dritten und sechsten Stufe: in C-Dur also Dm, Em und Am. Die sechste Stufe ist die Mollparallele — der Akkord, zu dem ein Stück ausweicht, wenn es dunkler werden soll, ohne die Vorzeichen zu wechseln.

In Moll steht er auf der ersten und der vierten Stufe. Die fünfte erscheint dagegen meist in Dur, weil die Dominante den Leitton braucht — eben jene Abweichung, die harmonisch Moll erzeugt.

Griffe

Cm verlangt auf der Gitarre Barré: x35543. Eine offene Form gibt es nicht, weshalb der Akkord in Anfängerheften selten und in Aufnahmen häufig ist. Die verbreitete Aushilfe ist x3101x — dieselben drei Töne ohne Barré.

Em (022000) und Am (x02210) klingen dagegen mit Leersaiten. Diese Bequemlichkeit erklärt, warum so viele deutschsprachige Lieder in e-Moll und a-Moll notiert sind: Die Tonart folgt hier dem Instrument, nicht umgekehrt.

Dur und Moll, ein Halbton

C-Dur ist c–e–g, c-Moll ist c–es–g. Ein Halbton verändert Namen, Farbe und Rolle des Akkords, während Grundton und Quinte bleiben.

Die Akkordschrift behandelt beide ungleich: Der Buchstabe allein bedeutet immer Dur, Moll verlangt das kleine m. Und Vorsicht bei der Terz — in deutscher Notation heißt sie es, nicht dis, weil sie als tiefalterierte dritte Stufe geschrieben wird.

Häufige Fragen

Welche Töne hat Cm?

c, es und g. Auf der Gitarre x35543 mit Barré oder x3101x ohne.

Was unterscheidet Cm von C?

Ein Ton. C-Dur hat e, c-Moll hat es; Grundton und Quinte sind gleich.

Warum steht in Moll oft eine Dur-Dominante?

Weil die Dominante den Leitton braucht. Er stammt aus harmonisch Moll, wo die siebte Stufe erhöht ist.