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Dreiklänge

Akkorde in dieser Gruppe: 4

Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei in Terzen geschichteten Tönen: Grundton, Terz und Quinte. Es gibt genau vier — Dur, Moll, vermindert und übermäßig — und jeder andere Akkord des Katalogs ist einer dieser vier mit etwas Hinzugefügtem, Weggelassenem oder Verändertem. Wer die vier beherrscht, hat das Gerüst der ganzen Harmonielehre.

Aufbau: was die vier unterscheidet

Alles entscheiden zwei Intervalle. Große Terz, dann kleine ergibt den Durdreiklang (c, e, g). Umgekehrt entsteht Moll (c, es, g). Zwei kleine Terzen ergeben den verminderten (c, es, ges), zwei große den übermäßigen (c, e, gis).

Dur und Moll behalten außen eine reine Quinte, und deshalb klingen sie gefestigt. Der verminderte und der übermäßige haben sie nicht, und dieser fehlende Anker erklärt, warum sie als Durchgangsakkorde und nicht als Ziel funktionieren.

Von jedem Ton aus bestimmen

Das Zählen in Halbtonschritten löst die Aufgabe ohne Vorzeichenkenntnis. Dur: vier Halbtöne, dann drei. Moll: drei, dann vier. Vermindert: drei und drei. Übermäßig: vier und vier.

Von d aus ist der Durdreiklang d, fis, a; von g aus g, h, d. Ein Hinweis zur Schreibweise, der nur im Deutschen nötig ist: h ist der Ton, den englische Tabellen B nennen, und b ist der um einen Halbton tiefere. Wer aus englischen Griffbildern liest, muss das jedes Mal mitdenken.

Auf der Gitarre: fünf Formen statt einer Tabelle

Das ist die meistgesuchte Frage der Gruppe, und die nützliche Antwort ist keine Tabelle mit 48 Griffen. Die offenen Formen C (x32010), A (x02220), G (320003), E (022100) und D (xx0232) lassen sich mit Barré verschieben, sodass fünf Handpositionen alle Durdreiklänge auf dem Griffbrett abdecken. Das ist das CAGED-System, und es existiert genau deshalb, weil sich Dreiklänge wiederholen.

Die Mollformen entstehen aus denselben fünf durch das Absenken eines Tons. Am ist x02210, also das offene A mit einem gehobenen Finger. Sobald man sieht, dass sich nur die Terz bewegt, hört das Griffbrett auf, eine Tabelle zum Auswendiglernen zu sein.

Umkehrungen und Dreiklänge auf drei Saiten

Jeder Dreiklang hat drei Lagen: Grundstellung, Sextakkord und Quartsextakkord. Die Namen kommen aus dem Generalbass und benennen den Abstand zum Bass — sie sagen also sofort, welcher Ton unten liegt.

Praktisch werden sie auf drei benachbarten Saiten geübt. Dieselben drei Töne, hoch gegriffen, setzen sich in einem Mix durch, in dem ein Sechssaiter-Akkord matschig wird, und lassen dem Bass Platz. Neun kleine Formen pro Saitengruppe genügen für ein ganzes Stück ohne ein einziges Barré.

Wo welcher in der Tonart steht

Bildet man auf jeder Stufe der Durtonleiter einen Dreiklang, ist die Reihenfolge fest: Dur auf I, IV und V; Moll auf ii, iii und vi; vermindert auf vii. Der übermäßige kommt in der natürlichen Durtonleiter überhaupt nicht vor — er braucht harmonisch Moll oder eine bewusste Alteration.

Daher tragen drei Akkorde so viel populäre Musik. I, IV und V sind die Durakkorde, und die sechste Stufe liefert die Paralleltonart, ohne ein einziges Vorzeichen zu ändern.

Häufige Fragen

Welche vier Dreiklänge gibt es?

Dur, Moll, vermindert und übermäßig. Sie unterscheiden sich nur in Reihenfolge und Größe der beiden geschichteten Terzen.

Wie bestimme ich einen Dreiklang von d aus?

Dur: vier Halbtöne, dann drei — d, fis, a. Moll: drei, dann vier — d, f, a.

Wie heißen die Umkehrungen?

Grundstellung, Sextakkord und Quartsextakkord. Die Zahlen benennen den Abstand zum Basston.

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