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Moll-Sextakkord

m6

Add-Akkorde
4 NotenIntervalle:0 - 3 - 7 - 9

Minor + major 6th

Über Moll-Sextakkord

Der Moll-Sextakkord ist ein Molldreiklang mit hinzugefügter großer Sexte: über C sind das c, es, g und a, geschrieben Cm6. Der Name führt in die Irre, wenn man ihn schnell liest — moll bezieht sich auf den Dreiklang, die Sexte selbst ist groß, und gerade sie gibt dem Akkord seine Helligkeit.

Der Name meint nicht das Intervall

Eine kleine Sexte umfasst acht Halbtöne, von c also bis as. Der Akkord Cm6 enthält dagegen a — neun Halbtöne, große Sexte — über einem Molldreiklang. Das Wort moll im Akkordnamen bezeichnet nur das Tongeschlecht des Dreiklangs.

Setzt man stattdessen as ein, entsteht ein anderer Akkord: c, es, g und as klingt wie eine Umkehrung von Asmaj7 und nicht wie ein Moll-Sextakkord. Der Unterschied ist hörbar und wird in der Praxis regelmäßig verwechselt.

Töne und Verwandtschaft

Die Formel lautet 1 – b3 – 5 – 6, in Halbtönen 0 – 3 – 7 – 9. Kleine Terz unten, große Sexte oben — dieser kontrollierte Gegensatz ist die Klangsignatur des Akkords.

Dieselben vier Töne ergeben mit a im Bass den halbverminderten Akkord Am7b5. Wie so oft entscheidet der tiefste Ton darüber, welcher Name gilt und welche Funktion gemeint ist.

Sixte ajoutée: die deutsche Deutung

Die Funktionstheorie kennt den hinzugefügten Sextton als sixte ajoutée und deutet ihn als Merkmal der Subdominante. Cm6 in G-Dur ist danach eine Molls, also eine aus Moll entlehnte Subdominante — der Klang, der vor der Schlusskadenz eintrübt.

Diese Deutung erklärt, warum der Akkord vor der Dominante so überzeugend klingt: a, c und es bilden mit dem Bass einen Tritonus, und das Ohr hört die Spannung, ohne dass ein Dominantseptakkord notiert wäre.

Die Tonika, die nicht schließt

In Moll klingt ein Schluss auf Cm alt, ein Schluss auf Cm6 modern. Der Akkord wirkt als Tonika, ohne die Tür zuzuschlagen, und beendet deshalb viele Aufnahmen in Molltonarten.

Er ist zugleich die letzte Stufe der absteigenden Linie Cm, Cm(maj7), Cm7, Cm6, bei der eine Stimme in Halbtönen fällt, während der Rest liegen bleibt.

Griffe

Auf der Gitarre ist x31213 die gebräuchliche Form: c, es, a, c, g. Sie verlangt vier Finger auf engem Raum und ist unbequem, weshalb viele die Barré-Variante im achten Bund vorziehen.

Am Klavier gehört die Sexte nach oben, über die kleine Terz. Liegt sie unten neben der Quinte, klingt der Akkord trüb statt offen.

Häufige Fragen

Welche Töne hat Cm6?

c, es, g und a — mit großer Sexte. Auf der Gitarre x31213.

Ist die Sexte in Cm6 groß oder klein?

Groß. Das Wort moll im Namen bezieht sich auf den Dreiklang, nicht auf das Intervall.

Was ist die sixte ajoutée?

Der hinzugefügte Sextton der Subdominante in der Funktionstheorie — dieselbe Erscheinung, aus der Sicht der Harmonielehre gedeutet.