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Moll-Septakkord

m7

Septakkorde
4 NotenIntervalle:0 - 3 - 7 - 10

Minor + minor 7th

Über Moll-Septakkord

Der Mollseptakkord ist ein Molldreiklang mit kleiner Septime: über C sind das c, es, g und b, geschrieben Cm7. Er ist der weichste der vierstimmigen Akkorde — kein Tritonus steckt darin — und nach den Dreiklängen der häufigste Akkord der Popularmusik.

Töne und Aufbau

Die Formel lautet 1 – b3 – 5 – b7, in Halbtönen 0 – 3 – 7 – 10. Alle Terzen sind klein oder rein an den Außenrändern, und kein Intervall im Akkord verlangt eine Fortsetzung.

Gegenüber dem bloßen Cm verdunkelt die Septime nicht, sie weitet. Der Molldreiklang allein klingt geschlossen, fast streng; mit der Septime bekommt derselbe Akkord Luft und passt in jedes ruhige Tempo.

Die zweite Stufe und die Kadenz

In Dur steht der Mollseptakkord auf der zweiten, dritten und sechsten Stufe. Die zweite ist die wichtigste: Dm7 gefolgt von G7 ist die verbreitetste Annäherung an die Tonika in der Musik des zwanzigsten Jahrhunderts.

Die deutsche Funktionslehre beschreibt dieses Paar als Subdominantparallele mit anschließender Dominante; die Stufenlehre nennt es schlicht II und V. Beide meinen die Bewegung, die jeder Musiker als II-V-Verbindung im Ohr hat, lange bevor er sie benennt.

Modale Verwendung

Außerhalb der Kadenz dient Cm7 als stehende Fläche: ein Akkord über acht Takte, während die Melodie sich im dorischen oder äolischen Modus bewegt. Der modale Jazz hat das eingeführt, und Popmusik und Filmmusik haben es übernommen.

Gerade in dieser Rolle ist der Akkord kein Durchgang mehr, sondern Landschaft. Ohne große Septime und ohne Tritonus zieht er nirgendwohin, und was in einer Kadenz Schwäche wäre, ist hier der Grund für die Wahl.

Griffe

Auf der Gitarre ist Cm7 x35343 mit Barré, während Am7 (x02010) und Em7 (020000) offen klingen. Der Wechsel von Am zu Am7 kostet einen Finger weniger — eine Ersparnis, die man in unzähligen Liedbegleitungen hört.

Am Klavier gilt die übliche Verkürzung: Grundton links, Terz und Septime rechts. Kommt die None hinzu, entsteht Cm9, und dieser Schritt geschieht in Arrangements fast automatisch.

Cm7 und Cm7b5

Wird die Quinte um einen Halbton gesenkt, entsteht der halbverminderte Septakkord. Er steht auf der zweiten Stufe in Moll und eröffnet dort die Kadenz — Dm7b5, G7, Cm.

Beim schnellen Lesen werden die beiden verwechselt, weil sie sich nur durch ein Vorzeichen im Klammerzusatz unterscheiden. Das Ohr verwechselt sie nicht: Der halbverminderte enthält einen Tritonus und verlangt Fortsetzung, Cm7 bleibt, wo er ist.

Häufige Fragen

Welche Töne hat Cm7?

c, es, g und b. Auf der Gitarre x35343; die offenen Entsprechungen sind Am7 und Em7.

Was bedeutet die II-V-Verbindung?

Der Mollseptakkord der zweiten Stufe gefolgt von der Dominante — in C-Dur Dm7 und G7.

Was unterscheidet Cm7 von Cm7b5?

Die Quinte. Beim halbverminderten Akkord ist sie erniedrigt, wodurch ein Tritonus entsteht und der Akkord Fortsetzung verlangt.