Moll-Septakkord mit #5
m7#5
0 - 3 - 8 - 10Minor + augmented 5th + minor 7th
Über Moll-Septakkord mit #5
Der Mollseptakkord mit erhöhter Quinte hebt die Quinte eines Mollseptakkords um einen Halbton an: über C sind das c, es, gis und b, geschrieben Cm7#5. Als Symbol ist er selten, als Klang häufig — dieselben vier Töne ergeben einen Add-9-Akkord eine große Terz tiefer, und über diesen Weg kommen die meisten zu ihm.
Töne und Aufbau
Die Formel lautet 1 – b3 – #5 – b7, in Halbtönen 0 – 3 – 8 – 10. Die erhöhte Quinte entspricht der kleinen Sexte, und über einem Molldreiklang bleibt dadurch kein stabiler Bezugspunkt übrig.
Ordnet man die Töne mit as im Bass, ergibt sich as, c, es und b — also Asadd9. Das Ohr wählt meist diese konsonantere Lesart, solange der Bass nicht auf c beharrt.
Griffe
Auf der Gitarre ist der praktische Weg, die Form von Asadd9 mit c im Bass zu greifen. Die direkte Figur — x-3-1-1-x-x mit der Septime auf einer hohen Saite — ist unbequem und selten in Gebrauch.
Am Klavier bleibt der Grundton links, während rechts es, gis und b liegen. So bleibt die Lesart als Mollakkord erhalten und kippt nicht in den Durdreiklang darunter.
Wo er vorkommt
In Stimmführungen, in denen die Quinte eines Mollakkords chromatisch steigt, und in Harmonisierungen aus der melodischen Molltonleiter. Er ist ein Durchgang und fast nie ein Ziel.
In deutschen Griffschriften findet man ihn kaum. Notiert wird stattdessen der Dreiklang mit Schrägstrich — As/C —, weil das dasselbe aussagt und schneller zu lesen ist.
Wie man ihn erkennt
Die Probe ist der Bass. Mit c unten klingt der Akkord gespannt und ohne Halt; mit as unten klingen dieselben vier Töne wie ein bequemer Durklang.
Deshalb gilt er als Akkord des Zusammenhangs: Allein gespielt wählt das Ohr die einfachere Deutung, und nur eine beharrliche Basslinie oder eine Melodie auf dem c hält die Mollesart aufrecht.
Merkhilfe
Statt vier Töne aus dem Akkordsymbol abzuleiten, ist es schneller, den Durdreiklang eine große Terz tiefer zu suchen und ihm die None hinzuzufügen — über C ist das As mit b. Der Bass bleibt auf c, und der Akkord steht.
Diese Denkweise erspart das Konstruieren und macht zugleich hörbar, warum das Ohr den Klang so leicht umdeutet: Die einfachere Lesart liegt eine große Terz tiefer und drängt sich auf.
Häufige Fragen
Welche Töne hat Cm7#5?
c, es, gis und b.
Stimmt es, dass er ein Add-9-Akkord ist?
Dieselben Töne ergeben Asadd9. Welcher Akkord gemeint ist, entscheidet der Bass.
Wie schreibt man ihn in einer Griffschrift?
In der deutschen Praxis meist als As/C — gleich klingend und leichter zu lesen.