TerryTrilla

Umgekehrter Powerakkord

5inv

Powerakkorde
2 NotenIntervalle:0 - 5

Root + perfect 4th (inverted 5th)

Über Umgekehrter Powerakkord

Der umgekehrte Powerchord ist die auf den Kopf gestellte Quinte: statt Grundton mit Quinte darüber ein Grundton mit Quarte darüber, über C also c und f. Er klingt dünner und gespannter als der gewöhnliche Powerchord, und genau wegen dieses Unterschieds greifen Gitarristen zu ihm.

Töne und Aufbau

Die Formel lautet 1 – 4, in Halbtönen 0 – 5. Kehrt man eine reine Quinte um — bringt den unteren Ton eine Oktave höher —, bleibt eine reine Quarte übrig; diese Umkehrung gibt dem Akkord seinen Namen.

Die beiden Töne sind dieselben wie in einem Powerchord auf f. Was sich ändert, ist der tiefste Ton, und diese Wahl verändert das Gewicht des Klangs vollständig.

Griffe

Auf der Gitarre gibt x-3-3-x-x-x die Töne c und f auf benachbarten Saiten. Es ist eine Figur aus zwei Fingern, die sich in jedem Riff mühelos verschieben lässt.

In der Praxis wechseln Gitarristen innerhalb eines Riffs zwischen beiden Fassungen: die Quinte für Akzente, die Quarte für Durchgänge. Mit Verzerrung ist der Gewichtsunterschied sofort hörbar.

Wozu er dient

Zur Veränderung der Dichte, ohne die Harmonie zu wechseln. Da keine Terz vorhanden ist, wird nichts festgelegt; verändert wird die Dicke des Klangs, und damit arbeitet das Gitarrenarrangement.

In schnellen Passagen ist er der bessere Griff, weil die tiefe Quinte dort verwischen würde. Die Quarte spricht klarer an und lässt dem Bass Platz.

Wie er notiert wird

In Griffschriften fast nie. Geschrieben steht C5, und der Gitarrist wählt die Lage nach der Stelle; wenn das Register wichtig ist, hilft der Schrägstrich: C5/F.

In sorgfältigen Transkriptionen erscheint der Unterschied, weil der tiefste Ton das Gewicht der Passage bestimmt. In Begleitheften entfällt er aus Sparsamkeit, und die Entscheidung bleibt beim Spieler.

Beim Üben

Der Griff eignet sich, um das Gehör für Umkehrungen zu schulen: Dieselben zwei Töne, einmal als Quinte und einmal als Quarte gespielt, machen den Unterschied zwischen Grundstellung und Umkehrung unmittelbar hörbar.

Wer beides im Wechsel spielt, hört zugleich, wie stark der tiefste Ton über das Gewicht eines Klangs entscheidet — bei einem Akkord aus nur zwei Tönen besonders deutlich.

Häufige Fragen

Welche Töne hat der umgekehrte Powerchord?

c und f — Grundton und reine Quarte. Auf der Gitarre x-3-3-x-x-x.

Warum klingt er dünner?

Weil die Quarte die Umkehrung der Quinte ist und weniger Energie im tiefen Bereich bündelt.

Wann nimmt man ihn?

In schnellen Passagen und überall dort, wo weniger Gewicht gebraucht wird — im Wechsel mit dem gewöhnlichen Powerchord.