TerryTrilla

Äolisch #4

Neapolitanisch Moll

Diese Tonleiter ist auch unter folgenden Namen bekannt: Hungarian Gypsy.

7 NotenIntervalle:2 - 1 - 3 - 1 - 1 - 2 - 2

Über Äolisch #4

Äolisch #4 ist der vierte Modus der neapolitanischen Molltonleiter mit den Stufen 1 2 b3 #4 5 b6 b7. Von C aus lauten die Töne C D Es Fis G As B.

Ein Ton Unterschied zum natürlichen Moll

Äolisch ist das natürliche Moll und lautet von C aus C D Es F G As B. Wird die Quarte zum Fis erhöht, entsteht dieser Modus, und sonst bleibt alles stehen: kleine Terz, kleine Sexte und kleine Septime behalten ihre Plätze.

Weil sich nur eine Stufe bewegt, führt der kürzeste Weg über ein bekanntes Griffbild. Eine Moll-Pentatonik oder eine natürliche Molltonleiter mit der Quarte einen Bund höher ergibt den Klang sofort, und das Fis wird zum Zielton statt zum Durchgang.

Die Äolsharfe hat mit dem Modus nichts zu tun

Wer den Namen nachschlägt, landet schnell bei der Äolsharfe — einem echten Instrument, dessen Saiten vom Wind angeregt werden und das in der Romantik häufig besungen wurde. Der gemeinsame Ursprung ist der griechische Windgott, nicht die Musiktheorie.

Ähnlich verhält es sich mit alten Klavieren der Marke Aeolian. Beide Bedeutungen führen von der Tonleiter weg; entscheidend ist die Zahl hinter dem Namen, denn sie benennt die erhöhte vierte Stufe.

Übermäßige Sekunde und zugehöriger Akkord

Zwischen Es und Fis liegen drei Halbtöne, also die übermäßige Sekunde, die jeder Modus dieser Familie erbt. Ihre tiefe Lage sorgt dafür, dass schon kurze Phrasen eingefärbt werden — eine Melodie muss sich kaum vom Grundton entfernen, um auf sie zu treffen.

Terzenschichtung ergibt C Es G B, einen gewöhnlichen Mollseptakkord. Der Modus legt darüber eine erhöhte Undezime und eine kleine Tredezime, sodass Fis und As als Farbtöne über einem Cm7 stehen.

Zwei Skalen mit ungarischem Namen

Nachschlagewerke vergeben die Bezeichnungen ungarisch und Zigeunertonleiter an mehrere verschiedene Skalen, und dieser Modus bekommt beide ab. Trennen lassen sie sich nicht über Namen, sondern über Töne: Äolisch #4 lautet C D Es Fis G As B, mit kleiner Septime.

Das ungarische Moll dagegen lautet C D Es Fis G As H — bis auf die große Septime identisch — und gehört zur Familie der doppelt harmonischen Tonleiter. Ein einziger Ton entscheidet, und es ist der letzte.

Im Vergleich zu dorisch #4

Dorisch #4 setzt den Tritonus ebenfalls über eine kleine Terz: C D Es Fis G A B. Nur die sechste Stufe trennt beide Skalen, A gegen As, und in ihr steckt der gesamte Stimmungsunterschied.

Die Wahl zwischen beiden ist eine Entscheidung über die Sexte. Über einem stehenden Mollakkord klingt die große Sexte von dorisch #4 heller, während die kleine Sexte dieses Modus einen Halbton über der Quinte liegt und nach unten drängt.

Häufige Fragen

Welche Töne enthält äolisch #4 von C aus?

C D Es Fis G As B. Die Schrittfolge lautet Ganzton, Halbton, übermäßige Sekunde, Halbton, Halbton, Ganzton, Ganzton.

Ist das dasselbe wie ungarisches Moll?

Nein. Das ungarische Moll hat eine große Septime, äolisch #4 eine kleine. Der Unterschied beträgt genau einen Ton.

Welcher Akkord passt dazu?

Cm7. Der Modus ergänzt eine erhöhte Undezime und eine kleine Tredezime, also Fis und As als Farbtöne.

Worin unterscheidet er sich von dorisch #4?

Dorisch #4 hat eine große Sexte, dieser Modus eine kleine. Alles Übrige stimmt überein.

Verwandte Tonleitern aus der Familie Neapolitanisch Moll

Mit KI mehr erfahren

Fragen Sie unseren KI-Assistenten nach Akkordfolgen, Übungstipps und Theorie zu Äolisch #4