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Lydisch übermäßig dominantisch

Neapolitanisch Dur
7 NotenIntervalle:2 - 2 - 2 - 2 - 1 - 1 - 2

Über Lydisch übermäßig dominantisch

Lydisch übermäßig dominantisch ist der dritte Modus der neapolitanischen Durtonleiter mit den Stufen 1 2 3 #4 #5 6 b7. Von C aus lauten die Töne C D E Fis Gis A B.

Ein Dominantakkord mit beiden Alterationen darüber

Terzenschichtung ab dem Grundton ergibt C E Gis B — einen Dominantseptakkord mit erhöhter Quinte, C7♯5. Vom übrigen Material lebt der Modus: große None, erhöhte Undezime und große Tredezime stehen gleichzeitig zur Verfügung.

Erhöhte Quinte und Tredezime liegen einen Halbton auseinander, Gis gegen A, und dieses Paar macht den Klang aus. Eng gesetzt reiben sie; liegt das A oben und das Gis darunter, klingt der Akkord wie eine gewöhnliche alterierte Dominante mit ungewöhnlich heller Oberstimme.

Zwei Skalen liefern C7♯5 — die Quarte entscheidet

Mixolydisch übermäßig, ein Modus des neapolitanischen Molls, erzeugt denselben Akkord aus C D E F Gis A B. Sechs der sieben Töne stimmen überein, und der ganze Unterschied liegt in der vierten Stufe: dort ein reines F, hier ein Fis.

Diese eine Stufe entscheidet, worauf eine Linie sich stützen darf. Mixolydisch übermäßig bietet eine reine Quarte, die als Vorhalt über der Terz wirkt; hier ist die Quarte erhöht, wirkt als Farbe und strebt nirgends abwärts. Die Wahl zwischen beiden ist die Wahl zwischen reiner und erhöhter Undezime.

Im Vergleich zu lydisch-mixolydisch

Der weit gebräuchlichere Verwandte ist lydisch-mixolydisch, im Jazz lydian dominant genannt: C D E Fis G A B. Nur die Quinte trennt beide, G gegen Gis, und alles Übrige teilen sie — große Terz, erhöhte Quarte, große Sexte, kleine Septime.

Die Erhöhung der Quinte nimmt dem Akkord den Boden. Lydisch-mixolydisch ruht auf reiner Quinte und klingt gefestigt, obwohl seine erhöhte Quarte funkelt; einen Halbton höher verliert der Klang seinen Halt, und genau darum greift man zu diesem Modus.

Die Ganztonleiter mit hinzugefügter Sexte

Streicht man das A, bleiben C D E Fis Gis B — sechs Töne im Ganztonabstand, also die Ganztonleiter. Jeder Modus der neapolitanischen Durfamilie ist diese Leiter plus einen Zusatzton, und hier ist der Zusatzton die große Sexte.

Zu wissen, welcher Ton der zusätzliche ist, erklärt das Verhalten des Modus. Das Ganztonmaterial liefert die Schwebe und die erhöhte Quinte; das A ist die einzige Stufe, die das Muster durchbricht, weshalb eine Melodie sich darauf stützt, wenn sie geerdet klingen soll, und es meidet, wenn sie treiben soll.

Herkunft und Name

Dreht man die neapolitanische Durtonleiter auf ihre dritte Stufe, entsteht der Modus. A-neapolitanisch Dur lautet A B C D E Fis Gis, und dieselben sieben Töne ab C gelesen ergeben C D E Fis Gis A B.

Der dreiteilige Name beschreibt drei gleichzeitig zutreffende Sachverhalte: die Quarte ist erhöht wie im Lydischen, die Quinte erhöht wie im übermäßigen Akkord, die Septime klein wie in der Dominante. So gelesen ist die Bezeichnung eine Beschreibung und kein Rätsel.

Häufige Fragen

Welche Töne enthält der Modus von C aus?

C D E Fis Gis A B. Die Schrittfolge lautet Ganzton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton, Halbton, Ganzton.

Welcher Akkord passt dazu?

C7♯5, darüber stehen große None, erhöhte Undezime und große Tredezime gleichzeitig bereit.

Worin unterscheidet er sich von mixolydisch übermäßig?

In der Quarte. Mixolydisch übermäßig hat eine reine, dieser Modus eine erhöhte; einen 7♯5 ergeben beide.

Worin unterscheidet er sich von lydisch-mixolydisch?

In der Quinte. Dort ist sie rein, hier übermäßig, und sonst ändert sich nichts.

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