Lydisch übermäßig #6
2 - 2 - 2 - 2 - 2 - 1 - 1Über Lydisch übermäßig #6
Lydisch übermäßig #6 ist der zweite Modus der neapolitanischen Durtonleiter mit den Stufen 1 2 3 #4 #5 #6 7. Von C aus lauten die Töne C D E Fis Gis Ais H.
Die Ganztonleiter mit einem Leitton
Sechs der sieben Töne stehen im Ganztonabstand zueinander: C, D, E, Fis, Gis, Ais. Diese Reihe ist die Ganztonleiter, und der Modus entsteht, wenn eine große Septime hineingelegt wird — H, einen Halbton unter der Oktave.
Ein einziger Ton bringt alles, was der Ganztonleiter fehlt. Ganztonmaterial kennt keinen Leitton und damit kein Streben zu einem Zentrum; das H verschafft der Skala einen Grundton, eine Richtung und eine Kadenz, während der Rest weiterschwebt.
Nicht der übermäßige Sextakkord
Die Suche nach diesem Namen führt regelmäßig zu einem Stück klassischer Harmonielehre, das nur ein Wort mit ihm teilt. Ein übermäßiger Sextakkord — italienisch, französisch oder deutsch — steht auf der tiefalterierten sechsten Stufe einer Tonart und löst sich auswärts zur Dominante auf; er ist ein Akkord mit einer Aufgabe, keine Tonleiter.
Die übermäßige Sexte ist hier lediglich die um einen Halbton erhöhte sechste Stufe, und die Erhöhung geschieht innerhalb der Skala statt als chromatisches Ereignis. Nichts in diesem Modus löst sich so auf, wie ein übermäßiger Sextakkord es tut.
Der zugehörige Akkord
Terzenschichtung ab dem Grundton ergibt C E Gis H, einen großen Septakkord mit erhöhter Quinte, geschrieben Cmaj7♯5. Die übrigen Töne treten darüber als große None und erhöhte Undezime hinzu.
Heikel bleibt die erhöhte Sexte. Ais liegt einen Halbton unter der großen Septime und einen Halbton über der übermäßigen Quinte, ist also von beiden Seiten eingeklemmt: als Durchgangston brauchbar, zum Aushalten kaum geeignet.
Im Vergleich zu lydisch übermäßig
Der Vergleich lohnt genau mit lydisch übermäßig: C D E Fis Gis A H. Nur die Sexte trennt beide, A gegen Ais, und diese Stufe verwandelt eine gewöhnliche helle Skala in eine Ganztonleiter mit Zusatzton.
Praktisch bricht die große Sexte von lydisch übermäßig den Ganztonlauf und gibt dem Ohr Halt. Ihre Erhöhung entfernt den letzten unregelmäßigen Schritt aus den unteren sechs Tönen, weshalb dieser Modus schwebt, wo der Nachbar bloß leuchtet.
Herkunft
Dreht man die neapolitanische Durtonleiter auf ihre zweite Stufe, entsteht der Modus. H-neapolitanisch Dur lautet H C D E Fis Gis Ais, und dieselben sieben Töne ab C gelesen ergeben C D E Fis Gis Ais H.
Die Mutterfamilie enthält nirgends eine übermäßige Sekunde, und dieses Erbe zeigt sich hier: jeder Schritt ist ein Halb- oder Ganzton, sodass die Skala trotz dreier Kreuze in der Schreibweise an keiner Stelle springt.
Häufige Fragen
Welche Töne enthält der Modus von C aus?
C D E Fis Gis Ais H. Die Schrittfolge lautet Ganzton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton, Halbton.
Welcher Akkord passt dazu?
Cmaj7♯5, darüber stehen große None und erhöhte Undezime zur Verfügung.
Wie hängt er mit der Ganztonleiter zusammen?
Er ist die Ganztonleiter plus große Septime. Ohne das H bleiben sechs Töne im Ganztonabstand.
Worin unterscheidet er sich von lydisch übermäßig?
In einem Ton. Lydisch übermäßig hat eine große Sexte; hier ist sie erhöht, wodurch der Ganztonlauf vollständig wird.
Verwandte Tonleitern aus der Familie Neapolitanisch Dur
Mit KI mehr erfahren
Fragen Sie unseren KI-Assistenten nach Akkordfolgen, Übungstipps und Theorie zu Lydisch übermäßig #6