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Lokrisch bb3 bb7

Doppelt Harmonisch
7 NotenIntervalle:1 - 1 - 3 - 1 - 2 - 1 - 3

Über Lokrisch bb3 bb7

Lokrisch bb3 bb7 ist 1 ♭2 ♭♭3 4 ♭5 ♭6 ♭♭7. Von c aus ergibt das c des eses f ges as heses, wobei eses wie d und heses wie a klingt. Es ist der siebte und letzte Modus der doppelt harmonischen Tonleiter und der am aufwendigsten notierte Eintrag dieses Katalogs.

Das bb im Namen ist kein b-Ton

In einfachem Text gelesen sieht der Name lokrisch bb3 bb7 wie eine Akkordbezeichnung aus. Ist er nicht. Das doppelte b steht für ein Doppel-Be und gehört zur dritten und zur siebten Stufe der Tonleiter — die Terz doppelt erniedrigt, die Septime doppelt erniedrigt.

Im deutschen Tonnamensystem heißen die entstehenden Töne eses und heses, und das macht die Sache eindeutiger als die internationale Schreibweise. Wer nach einem Akkord gesucht hat, ist hier falsch: der Katalog führt Akkorde auf eigenen Seiten.

Warum die Notation so aufwendig ist

Jeder Modus muss jeden Stammton genau einmal verwenden, und dieser ist der siebte Modus einer Tonleiter, die bereits zwei gesenkte Stufen führt. Vom siebten Ton der Stammtonleiter aus gezählt erzwingt das zwei Doppel-Be, und anders lässt sich die Tonleiter nicht korrekt schreiben.

Klanglich ist sie einfacher, als sie aussieht: von c aus erklingen c, des, d, f, ges, as und a. Die ersten drei Töne sind aufeinanderfolgende Halbtöne, dann öffnet sich eine Lücke von drei Halbtönen bis f. Diese enge Gruppe am Anfang macht den Modus erkennbar.

Wozu sie dient

Eine reine Quinte fehlt, und die doppelt erniedrigte Terz klingt wie eine große Sekunde, sodass die Tonleiter keinen Akkord beschreibt, wie es die übrigen Modi der Familie tun. Sie ist eine Farbe und taucht dort auf, wo das Material der Stammtonleiter von einem unerwarteten Zentrum aus gelesen werden soll.

Am ehesten geschieht das in Film- und Spielmusik. Über einem liegenden Bass ergibt sie den engsten Zusammenklang, den die doppelt harmonische Familie hergibt, und das Ohr löst ihn zu keinem vertrauten Akkord auf — was der Zweck ist.

Woher sie kommt

Die doppelt harmonische Tonleiter ist 1 ♭2 3 4 5 ♭6 7, anderswo byzantinische, arabische oder Zigeunerdur genannt. Liest man ihre sieben Töne von der siebten Stufe und überträgt sie nach c, entsteht dieser Modus; beide übermäßigen Sekunden der Stammtonleiter bleiben erhalten und liegen klanglich von d nach f und von a zur Oktave.

Unter den sieben Modi der Familie wird dieser am seltensten bewusst gewählt. Er steht im Katalog, weil die Familie sieben Modi hat und Vollständigkeit einen Wert besitzt; gebraucht werden die Stammtonleiter, Ungarisch Moll sowie der zweite und der sechste Modus.

Häufige Fragen

Welche Töne hat Lokrisch bb3 bb7?

Sieben: 1 ♭2 ♭♭3 4 ♭5 ♭6 ♭♭7. Von c aus sind das c, des, eses, f, ges, as und heses.

Bedeutet bb den Ton b?

Nein. Das doppelte b ist ein Doppel-Be auf der dritten und siebten Stufe, kein Tonname. Auf Deutsch heißen die Töne eses und heses.

Wie klingt sie?

Von c aus erklingen c, des, d, f, ges, as und a — drei Halbtöne hintereinander, dann eine weite Lücke. Eine reine Quinte hat sie nicht.

Woher kommt sie?

Sie ist der siebte Modus der doppelt harmonischen Tonleiter.

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