Lydisch #2 #6
3 - 1 - 2 - 1 - 3 - 1 - 1Über Lydisch #2 #6
Lydisch ♯2 ♯6 ist 1 ♯2 3 ♯4 5 ♯6 7. Von c aus ergibt das c dis e fis g ais h: eine lydische Tonleiter, in der zusätzlich Sekunde und Sexte erhöht sind. Es ist der zweite Modus der doppelt harmonischen Tonleiter und trägt wie jeder Modus dieser Familie zwei übermäßige Sekunden statt einer.
Zwei übermäßige Sekunden statt einer
Harmonisch Moll und Harmonisch Dur enthalten je eine übermäßige Sekunde, und dieser eine weite Schritt prägt ihren Charakter. Die doppelt harmonische Tonleiter hat zwei, und alle sieben ihrer Modi erben beide. Hier liegen sie zwischen Grundton und erhöhter Sekunde, c nach dis, und zwischen Quinte und erhöhter Sexte, g nach ais.
Zwei weite Schritte auf sieben Töne ändern das Verhalten der Tonleiter. Vier der übrigen Intervalle sind Halbtöne, sodass sie zwischen sehr eng und sehr weit wechselt und fast nichts dazwischen kennt. Das hört man sofort, und deshalb gelten solche Tonleitern als exotisch und nicht als brauchbare Tonarten.
Ein Ton von der lydischen Tonleiter
Lydisch ist 1 2 3 ♯4 5 6 7, der vierte Modus der Durtonleiter und der hellste der sieben. Von dort aus sind hier zwei Stufen angehoben: die Sekunde auf dis und die Sexte auf ais. Terz, Quarte, Quinte und Septime bleiben stehen.
Die erhöhte Sexte ist dabei der heiklere der beiden Töne. Ais klingt wie b und liegt damit einen Halbton unter der großen Septime, die die Tonleiter ohnehin führt. Gemeinsam gehalten reiben ais und h; in einer Linie führt der eine zum anderen, und genau so wird die Tonleiter gespielt.
Über welchem Akkord sie steht
Terzen vom Grundton ergeben c e g h — einen gewöhnlichen großen Septakkord — und die Tonleiter färbt ihn mit übermäßiger None, übermäßiger Undezime und erhöhter Sexte. Über einem Durakkord mit großer Septime, der unaufgelöst klingen soll, liefert sie zwei Spannungen, die keine leitereigene Kirchentonart bietet.
Der Einsatz bleibt kurz und bewusst. Auf und ab gespielt klingt die Tonleiter nach Übung; zwei ihrer Töne gezielt gesetzt klingen nach Entscheidung. Das gilt für die ganze Familie und für diesen Modus besonders.
Woher sie kommt
Die doppelt harmonische Tonleiter ist 1 ♭2 3 4 5 ♭6 7 — eine Durtonleiter mit gesenkter Sekunde und Sexte. Von c aus ergibt das c des e f g as h; anderswo läuft sie unter den Namen byzantinische, arabische und Zigeunerdur. Liest man ihre sieben Töne von der zweiten Stufe und überträgt sie nach c, entsteht Lydisch ♯2 ♯6.
Die Familie hat sieben Modi, und dieser Katalog führt sie alle. Der zweite bekannte neben der Stammtonleiter ist der vierte, Ungarisch Moll, im englischen Sprachraum als double harmonic minor geläufig.
Häufige Fragen
Welche Töne hat Lydisch ♯2 ♯6?
Sieben: 1 ♯2 3 ♯4 5 ♯6 7. Von c aus sind das c, dis, e, fis, g, ais und h.
Warum hat sie zwei übermäßige Sekunden?
Weil ihre Stammtonleiter zwei hat. Jeder der sieben Modi der doppelt harmonischen Tonleiter erbt beide.
Über welchem Akkord spielt man sie?
Über einem großen Septakkord — von c aus c, e, g und h — mit übermäßiger None und Undezime.
Woher kommt sie?
Sie ist der zweite Modus der doppelt harmonischen Tonleiter, auch byzantinische oder arabische Tonleiter genannt.
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