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Ultraphrygisch

Doppelt Harmonisch
7 NotenIntervalle:1 - 2 - 1 - 3 - 1 - 1 - 3

Über Ultraphrygisch

Ultraphrygisch ist 1 ♭2 ♭3 ♭4 5 ♭6 ♭♭7 — Phrygisch mit gesenkter Quarte und doppelt gesenkter Septime. Von c aus ergibt das c des es fes g as heses, wobei heses wie a klingt. Es ist der dritte Modus der doppelt harmonischen Tonleiter und der dunkelste der sieben.

Alles gesenkt außer der Quinte

Neben C-Dur gestellt behält Ultraphrygisch Grundton und Quinte und senkt alles Übrige: Sekunde, Terz, Sexte und Septime um je einen Halbton, dazu die Quarte. Sechs der sieben Töne liegen tiefer, als die Durtonleiter sie setzt, und daher der Ruf als dunkelster Modus des Katalogs.

Dass die Quinte stehen bleibt, wiegt schwerer, als es aussieht. Eine reine Quinte über dem Grundton heißt, dass die Tonleiter einen Ruhepunkt behält, anders als Lokrisch oder die verminderten Modi. Ultraphrygisch ist in der Farbe unsicher, im Stand aber nicht.

Die Töne eses und heses

Im deutschen Tonnamensystem haben doppelt erniedrigte Töne eigene Namen, und dieser Modus braucht einen davon: aus h wird hes, aus hes heses. Auf dem Instrument ist heses derselbe Ton wie a; auf dem Papier muss es eine Septime bleiben, sonst liest sich der Akkord darüber falsch.

Terzen vom Grundton ergeben c es g heses — einen Mollakkord mit Sexte. Schriebe man heses als a, stünde dort scheinbar ein anderer Akkord, und die Stimmführung wäre nicht mehr nachvollziehbar. Die Schreibweise sagt dem Spieler, welchem Akkord die Linie gehört.

Ein Ton von Phrygisch b4

Phrygisch b4, der dritte Modus von Harmonisch Dur, ist 1 ♭2 ♭3 ♭4 5 ♭6 ♭7. Ultraphrygisch stimmt Ton für Ton damit überein, außer in der Septime: dort klein, hier vermindert. Ein Ton, zwei Familien, zwei verschiedene Stammtonleitern.

Dieser Ton wechselt den Akkord. Phrygisch b4 steht über einem Mollseptakkord, Ultraphrygisch über einem Mollakkord mit Sexte. Verlangt ein Stück in dunkler Passage einen Mollakkord mit Sexte, ist dies die Tonleiter; verlangt es einen Mollseptakkord, die andere.

Woher sie kommt

Die doppelt harmonische Tonleiter ist 1 ♭2 3 4 5 ♭6 7, eine Durtonleiter mit gesenkter Sekunde und Sexte, anderswo byzantinische, arabische oder Zigeunerdur genannt. Von der dritten Stufe gelesen ergibt sie Ultraphrygisch, und beide übermäßigen Sekunden der Stammtonleiter kommen mit: von fes nach g und von heses zur Oktave.

Diese zwei weiten Schritte in der oberen Hälfte machen den Modus für das Ohr erkennbar. Absteigend von der Oktave fällt die Linie innerhalb von fünf Tönen zweimal um drei Halbtöne — das tut keine Kirchentonart auch nur einmal.

Häufige Fragen

Welche Töne hat Ultraphrygisch?

Sieben: 1 ♭2 ♭3 ♭4 5 ♭6 ♭♭7. Von c aus sind das c, des, es, fes, g, as und heses, das wie a klingt.

Worin unterscheidet sie sich von Phrygisch b4?

In der Septime: hier vermindert, bei Phrygisch b4 klein. Dieser eine Ton trennt die beiden Familien.

Über welchem Akkord spielt man sie?

Über einem Mollakkord mit Sexte — von c aus c, es, g und heses — in einer ohnehin dunklen Passage.

Ist das dasselbe wie Phrygisch?

Nein. Phrygisch hat reine Quarte und kleine Septime; hier ist die Quarte gesenkt und die Septime doppelt gesenkt.

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