Lydisch #2
3 - 1 - 2 - 1 - 2 - 2 - 1Über Lydisch #2
Lydisch #2 ist 1 ♯2 3 ♯4 5 6 7 — der sechste Modus von harmonisch Moll. Von f aus sind es die Töne f gis a h c d e: derselbe Vorrat wie a-Moll harmonisch, von der sechsten Stufe aus gezählt. Lydisch mit einer zusätzlich erhöhten zweiten Stufe, wodurch zwischen Grundton und zweiter Stufe eine übermäßige Sekunde entsteht.
Der Unterschied zum lydischen Modus
Lydisch ist 1 2 3 ♯4 5 6 7 — die Durtonleiter mit erhöhter vierter Stufe, der offene, schwebende Klang, den man aus Filmmusik kennt. Von f aus: f g a h c d e, auf dem Klavier nur weiße Tasten.
Lydisch #2 erhöht zusätzlich die zweite Stufe: aus g wird gis. Das ist ein Ton Unterschied und ein völlig anderer Charakter, denn zwischen f und gis liegen jetzt anderthalb Töne. Der Sprung sitzt damit ganz am Anfang der Tonleiter, wo er sofort auffällt.
Was lydisch ausmacht, bleibt trotzdem erhalten: erhöhte Quarte und große Septime stehen weiter. Die Tonleiter passt deshalb über einen maj7-Akkord mit erhöhter Quarte — sie färbt ihn nur schärfer ein, als der gewöhnliche lydische Modus es tut.
Sechster Modus von harmonisch Moll
Auf der sechsten Stufe von a-Moll harmonisch steht F-Dur mit großer Septime — Fmaj7. Diese Tonleiter deckt ihn ab, und weil die erhöhte Quarte h zur Tonart gehört, klingt der Akkord in seinem eigenen Umfeld nicht so entrückt, wie er isoliert klänge.
In der Praxis wird der Name selten ausgesprochen. Über Fmaj7 in a-Moll spielt man a-Moll harmonisch, und heraus kommt genau dieser Modus. Wie bei den anderen kleinen Modi der Familie ist die Bezeichnung eine Beschreibung des Ergebnisses, kein Griff für den Moment.
Wer den Klang absichtlich sucht, findet ihn dort, wo ein Durakkord unerwartet auftaucht — als kurzer Farbwechsel über zwei Takte. Über eine ganze Form gespielt, verliert die übermäßige Sekunde ihre Wirkung und wird zur Marotte.
Wie wenig danach gesucht wird
Der gemessene Bedarf im deutschsprachigen Raum liegt bei nahe null. Was in der Messung erscheint, betrifft die lydische Tonleiter selbst — sie wird regelmäßig gesucht — und nicht diese Abwandlung. In den übrigen elf Sprachen des Katalogs sieht es genauso aus.
Das wird hier ausgesprochen statt umgangen. Wer diese Seite öffnet, kommt fast immer aus einer Liste von Modi und nicht aus einem Stück; die nützlichste Auskunft ist deshalb, wie der Modus zu seinem bekannteren Nachbarn steht und zu welchem Akkord er gehört.
Beides steht oben: ein Ton Unterschied zu lydisch, Zuständigkeit für den maj7-Akkord mit erhöhter Quarte auf der sechsten Stufe einer Molltonart. Mehr ist über ihn ehrlicherweise nicht zu sagen, und weniger wäre eine Lücke.
Häufige Fragen
Was ist die Tonleiter lydisch #2?
Der sechste Modus von harmonisch Moll, 1 ♯2 3 ♯4 5 6 7. Von f aus sind das f gis a h c d e — dieselben Töne wie a-Moll harmonisch, ab der sechsten Stufe. Sie gehört zum maj7-Akkord mit erhöhter Quarte, der auf dieser Stufe steht.
Was unterscheidet sie vom lydischen Modus?
Nur die zweite Stufe. Lydisch hat dort eine große Sekunde, lydisch #2 eine übermäßige. Von f aus ist es der Unterschied zwischen g und gis. Erhöhte Quarte und große Septime bleiben in beiden Tonleitern gleich.
Über welchen Akkord wird sie gespielt?
Über einen maj7-Akkord mit erhöhter Quarte, der auf der sechsten Stufe einer harmonischen Molltonart steht — in a-Moll ist das Fmaj7. In der Praxis spielt man dort a-Moll harmonisch, was denselben Tonvorrat ergibt.
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